Detoxen mit Pressbar

Detoxen? Wird das jetzt ein Ernährungs-, Fitness- oder was-auch-immer Blog? Natürlich nicht. Aber da ich mich für eine Saftkur entschieden habe, und viel Interesse von diversen Menschen über das wie, warum und wieso erhalten habe, habe ich mich für einen eigenen Blogbeitrag entschieden.

Jeder der mehr wissen will, einfach weiterlesen. Interessant ist es allemal.

Was ist Detoxen?

Das Wort detoxen kommt von Detox, was so viel bedeutet wie Entgiftung/Entzug. Also sollte in erster Linie klar sein für was es steht. Einige finden es klasse, andere gehen davon aus das es Blödsinn ist, das kann doch der Körper selber lösen.

Fakt ist nicht das Essen und Trinken verbleibt im Körper, denn das wird tatsächlich von den eigenen Organen verarbeitet. Es geht eher um Umweltgifte und Schadstoffe, so diverse Hersteller und Befürworter. Nachgewiesen ist das, aber alles nicht. Um so wichtiger finde ich den Selbsttest.

Nennt es wie ihr wollt: Blödsinn, Glaubensfrage oder bitter nötig.

Einige nutzen das Detoxen als Starter für eine Diät oder eine Ernährungsumstellung. Ist es dafür geeignet?

Meine Ziele

Es gibt viele mögliche Ziele von Detoxen. Ich wollte ein bequemen Weg zur Darmsanierung, das Immunsystem stärken und somit vor Krankheiten besser zu schützen. Aber auch entsäuern, quasi sich basisch ernähren. Denn man nimmt sehr viel saure Sachen zu sich. Ja Säfte sind eher sauer, aber die Vor- und Nachbereitung sorgt bei mir für eine basischere Ernährung. Ein wenig – wenn möglich – den Blähbauch reduzieren, war auch ein Ziel. Und zeigen das ich auch auf Leckereien und Co. verzichten kann. Nachdem Motto „Ich bin stark“.

Die richtige Saftkur finden

Das war gar nicht so einfach. Denn ich wollte nicht zu viel bezahlen und die Säfte müssen schmecken. Bei vielen Anbietern ist genau dass das Problem. Bei Pressbar sollte das alles zusammenkommen. Die Säfte wurden gelobt und die Preise sind okay. Leider kommen noch Versandkosten dazu, es sei denn ihr könnt oder wollt das Paket in München abholen.

Welche Dauer darf es sein?

Ich habe von vorne herein gesagt die Kur darf nicht zulange sein, sonst halte ich es eventuell nicht durch. Also entschied ich mich für eine 3 Tages Kur. Es gibt auch andere Kuren. Je kürzer desto weniger sollen sie helfen, aber zum Ausprobieren sind ein bzw. 3 Tage perfekt.

Vorbereitung

Nur dumm das man auch vor und nach der Kur stark auf seine Ernährung achten muss. Auf der Pressbar-Seite findet man folgendes:

Auch deine Ernährungsgewohnheiten solltest du umstellen. Dadurch wird dein Körper sanft auf die Detox-Phase vorbereitet.
Etwa drei Tage vorher solltest du damit anfangen, auf Fleisch, Milchprodukte, Zucker, weißen Reis, Brot, Nudeln, Alkohol und Nikotin zu verzichten. Gehe auch sparsam mit Salz um und teste dich stattdessen durchs Gewürzregal.

Da wäre ich doch beinah schon ausgestiegen. Gut das meine Verlobte in den Ernährungsbereich belesen und ausgebildet wurde. So hatte ich eine gute Möglichkeit, andere denken zulassen. Denn nun kam der Ernährungsplan direkt von einem Experten 😎 .

Obst mit Haferflocken, Grillgemüse, Seelachs? Das war der Dienstag. Und so wurde ich langsam bis Donnerstag runtergefahren. Dabei fiel mir auf: HUNGER! Egal wie viel ich bekam, ich hatte ständig hunger, das kann doch wohl nicht wahr sein.

Zum Abschluss gab es noch Glaubersalz. Das sollte den Darm sanieren und somit das Hungern während der Kur reduzieren. Details möchte ich hier nicht ausbreiten, ist aber lustig 😉 .

Die Säfte

Jeden Tag gibt es 6 verschiedene Säfte. Und das 3 Tage. Dazu Wasser ohne Kohlensäure und Kräutertee, mindestens 2 Liter. Bis auf ein paar Nüsse und am letzten Tag eine frisch gemachte Gemüsebrühe, war das auch meine einzige Nahrung.

Nachdem ersten Saft war ich erleichtert. Pressbar macht es einen echt einfach. Denn die Säfte sind super lecker. Kurz nach der Einnahme war mir richtig übel. Durch das Glaubersalz war Magen und Darm leer und der Saft sozusagen der Erstkontakt. Mit dem zweiten Saft wurde es besser und ich hatte keine Übelkeit mehr. Nie mehr.

Es gibt 6 Säfte den ersten gab es 8 Uhr und bestand aus 38% Apfelsaft, 35% Orangensaft, 25% Karottensaft und 2% Ingwersaft. Meine Meinung: Sehr Karottig, erfrischend.

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Der Zweite folgte erst 11 Uhr. Das zerrte mit am meisten am Hunger. Der Saft bestand aus 68% Apfelsaft, 26,5% Ananassaft, 3,5% Schwarze Johannisbeerenmuss und 2% Ingwersaft. Verrückt ist – und das gilt für alle – das man den Apfel- und Orangensaft kaum rausschmeckt, aber den kleinen Anteil Johannisbeere schon. Er schmeckt leicht bitter.

Nummer 3 war der, der mir am wenigsten geschmeckt hat. Immer 13 Uhr gab es 73% Apfelsaft, 20% Pink Grapefruitsaft, 5% Himbeerpüree und 2% Rote Bete Saft. Da ich keine Grapefruit mag, war der Geschmack nicht so meins.

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Es folgte der erste grüne Smoothie. Diesmal 15 Uhr serviert, kam 69,5% Apfelsaft, 20% Ananassaft, 6% Zitronensaft und 4,5% Spinatsaft. Dieser schmeckte kaum wie ein typischer Grüner Smoothie. Im Abgang konnte man einen leichten Zitronenspritzer und etwas Spinat erschmecken. Lecker.

Der Vorletzte kam 17 Uhr auf dem Tisch. 78% Apfelsaft, 8% Grünkohlsaft, 8% Spinatsaft, 4% Limettensaft und 2% Minzsaft. Hier würde ich sagen gemüsig (Grünkohl) und ein frische Spritzer Minze.

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Dann hieß es Warten. Erst 21 Uhr gab es Saft Nummer 6 und der war dann nicht mal sättigend. Aber er war einer der Besten. 49% Gurkensaft, 27% Birnensaft (leider kaum schmeckbar), 20% Ananassaft und 4% Limettensaft. Frisch, wie frischer Gurkensalat.

Zwischendrin hieß es wie gesagt selten mal ein paar pure ungesalzene Nüssen kauen. Mehr gab es nicht als feste Nahrung. Aber richtig schwer war es nicht, mal abgesehen von den Gelüsten (mhhh Currywurst, Burger und Snickers).

Nach der Kur

Ähnlich wie beim runterfahren des Stoffwechsels, musste ich langsam meinen Körper wieder auf feste Nahrung vorbereiten. Und so lernte ich langsam wieder Dinge zu genießen.

Persönlich war Vollkornbrot, Kaffee und Käse, die größte positive Überraschung. Ob nun aus Entzugserscheinungen oder weil nun „entgiftet“, spielt keine Rolle. Es war absolut lecker. Aber was mir wirklich auffiel, ich war eher satt. Frühere „normale“ Portionen schaffe ich bisher nicht. Maßvoll essen und genießen? Das mache ich wieder.

Übellaunig?

Wenn man Hunger hat, ist man übellaunig, so zumindest ich. War ich „stinkig“ in der Zeit? Ich hätte gesagt nein, aber manche fragten in der Zeit häufiger: „wegen deiner Kur?“. Also andere nahmen mein Verhalten als übellaunig wahr. Somit empfehle ich euch, den Zeitpunkt der Kur gut auszuwählen.

Mein Senf

Selten war „SENF“ so unpassend, den Essen durfte ich keinen. Richtig Hunger hatte ich in der Zeit kaum, aber Gelüste. Andauernd kamen mir Dinge in den Sinn, was ich alles Essen würde wollen. Immer wieder sagte ich „Ich liebe zu sehr das Essen! Das mache ich nie wieder! Warum so quälen“. Aber ist das fair? Wahrscheinlich nicht.

Bevor ich die Saftkur anfing, also nach der Vorbereitung und dem Glaubersalz, hatte ich 2 kg abgenommen. Während der Saftkur stellte ich fest, dass der Blähbauch so gut wie weg war. Ich fühlte mich zwar leicht schwach, aber auf der anderen Seite relativ fit. Direkt nach der Kur waren es fast 4 kg. Wenn man dann noch das geringere Hungergefühl nimmt, würde ich sagen dass diese Kur, als Starter für eine Diät oder Ernährungsumstellung sein kann.

Mein Ernährung wollte ich nicht umstellen, werde es aber eventuell leicht tun. Einige Produkte brauche ich, offensichtlich nicht, so sehr wie gedacht.

Ist Detoxen Quatsch? Wie man es nimmt. Ich habe meine persönlich gesetzten Ziele erfüllen können, und fühle mich besser. Warum das so ist, kann mir eigentlich egal sein. Würde ich es empfehlen? Wer sich quälen will und auch mal auf etwas verzichten kann, kann sich gerne daran versuchen. Schlecht finde ich die Saftkur – vor allem von Pressbar – nicht. In ein paar Jahren mache ich es vielleicht wieder.

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