[Comic] Captain America: Steve Rogers [1]

Lesezeit: 2 Minuten

Marvel macht es Neulesern oder Quereinsteigern aktuell nicht leicht. Um eine Comicreihe zu beginnen wird oft viel vorausgesetzt. Und so schreckt man auch diese Leser ab. Captain America: Steve Rogers machte mich bereits an, aber die aktuellen Events kenne ich nicht. Also habe ich es auf den Wunschzettel gelassen, aber nicht zu geschlagen. Bis ComiXology ein unschlagbares Angebot parat hatte. Und ich wurde überrascht.

Vol. 1: Hail Hydra

Steve Rogers ist wieder jung und zurück, auch wenn er seinen Posten mit Sam Wilson teilt. Ebenfalls zurück – und zwar aus Europa – ist Red Skull. Dieser möchte den internen Hydra Kampf beenden und Baron Zemo ausschalten. Aber auch der Kosmische Würfel ist in Form vom Mächen Kobik involviert.

Die Realität wurde verändert, Steve ist wieder jung und seine Vergangenheit ist eine andere. Diese wird dem Leser in kleinen Häppchen immer wieder kredenzt. Mit dem letzten Panel im ersten Heft schockt Nick Spencer (der Autor) die Comicwelt. Was hier Captain America sagt, kommt einen kleinem Skandal gleich (Hail Hydra).

In der Folge wird die Entstehung von Kobik gezeigt und wie Red Skull mit Steve Rogers agiert. Aber der innere Kampf in Hydra ist noch nicht vorbei. Steve zeigt beiden Seiten nicht sein wahres Gesicht und ist ein absoluter Doppelagent. Auch Taskmaster greift noch ein.

Es passiert noch einiges – zum Beispiel die Avengers und Spider-Man (Miles Morales) – aber da es sich um einen ersten Band handelt, möchte ich nun den Plot hier beenden.

Mein Comic Senf

Was hat mich von dieser Reihe abgeschreckt? Der Civil War II ist während dieser Reihe im Gange und mir unbekannt, warum es „zwei“ Captain Americas gibt, ist mir nicht bekannt und der deutsche Paperback hat „nur“ 100 Seiten. Nicht das mir 100 Seiten zu wenig wären, aber ich habe aktuell andere Prioritäten. Der US-Amerikanische Paperback ist mit 182 Seiten, deutlich umfangreicher und deswegen – in Kombination mit dem Preis – eine Empfehlung. Ihr bekommt mit dem englischen ersten Paperback übrigens so viel, wie ihr in Deutschland in 2 Paperbacks.

Die Wertungen des Comics sind teilweise ziemlich schlecht, was ich nicht verstehen kann. Wahrscheinlich weil sich Hardcore Captain America Fans in ihrer Ehre verletzt fühlen. Und der Hauptgrund, ist eigentlich sogar das spanneste an der Geschichte. Vorsicht ein sicherlich bekannter Spoiler: das Steve ein Agent der Hydra ist, ist für manche wohl zu viel.

Sein Versteckspiel auf beiden Seiten und seine Kampf, deuten viele „Gründe“ an. Gehen aber schnell in eine andere Richtung. Auch das Aufgreifen der rechten Politik und der Flüchtlinge, ist sehr gut umgesetzt. Die Ansprache von Red Skull zu Beginn könnte von einem beliebigen rechten Politiker gehalten werden, beispielhaft AfD (mal abgesehen davon, dass diese nicht so wortgewandt sind 😛 ).

Wenn ihr im Marvel Universum in den letzten Jahren belesen seid, gibt es keinen Grund den Comic nicht zu lesen. Habt ihr Wissenslücken und könnt über den Civil War II und die 2 Captain Americas hinwegsehen: schlagt zu, denn nur die Einsteigerfreundlichkeit spricht gegen den Band.

Zu den anderen Captain America: Steve Rogers Bänden:

Review

  • 8/10
    Story - 8/10
  • 8/10
    Zeichnung - 8/10
  • 4/10
    Einsteigerfreundlich - 4/10
  • 8/10
    Gesamteindruck - 8/10
7/10

Captain America: Steve Rogers Vol. 1: Hail Hydra

Erscheinungsdatum: 22.11.2016
Format: Softcover
Seiten: 182
Autoren: Nick Spencer
Zeichner: Jesus Saiz
Stories: Captain America: Steve Rogers 1-6

* Erklärung

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