Windows 10 ist toll! Das ist vielleicht keine allgemein gültige Aussage, aber es ist mein Eindruck. Leider – oder sollte man hier nicht eher von einem erwarteten Ergebnis sprechen? – ist noch nicht alles rund. Ein paar Fehler, Probleme und Unschönheiten sind aus der Beta Phase entkommen und machen sich nun auf Endkunden Geräten breit.

Bildschirmtastatur

Wo fang ich bloß an? Es gibt im System zwei Bildschirmtastaturen, eine ist ziemlich alt und gilt als „Erleichterte Bedienung“, diese will ich hier nicht behandeln, auch wenn die bloße Existenz zweier ähnlicher und gleich benannter Funktionen schon Grund wäre über Sinn und Unsinn zu philosophieren. Die andere nenne ich einfachhalber virtuelle Tastatur und ist bei Touchgeräten unabdingbar.
Zur Erinnerung wie war diese virtuelle Tastatur bei Windows 8? Unter der Modern UI kam immer diese virtuelle Tastatur sobald man in ein Textfeld geklickt (getoucht) hat. Im Desktop Modus kam diese Tastatur nie, deshalb war ein Icon in der Taskleiste ein Muss. Ob das Gerät als Tablet – also ohne Tastatur – oder Desktop Gerät verwendet wurde, spielte keine Rolle.

So, also hatte ich große Erwartungen in Windows 10 gesetzt, leider nervt mich die Tastatur fast noch mehr. Jeder Zweite Klick in ein Textfeld, sorgt für das Erscheinen der virtuellen Tastatur. Ideal wäre für mich eine Option: „Wenn Tastatur am Gerät, kommt die virtuelle Tastatur nie“. Leider gibt es kaum Option in diese Richtung. Dies wäre aber perfekt zur Abrundung des Tabletmodus.

Alte Menüs

Microsoft hat so viele Menüs und Einstellungen in Windows 10 geändert, wie seit Windows Vista nicht mehr. Aber leider genauso viele Dialoge wie bei Vista wurden unter Windows 10 nicht in das neue Design überführt. Die Eigenschaften der Maus sieht genauso alt aus wie bei Windows 2000, oder auch die mit Vista eingeführte Darstellung und Anpassung ist nicht angepasst. Es ist ein unstimmiges Bild, ein Bild was man zuletzt mit Windows 7 einheitlich hatte. Mit Windows 8 gab es ähnliche „alte“ Dialoge.
Das Anpassen erfolgt hoffentlich Schritt für Schritt. Damit wäre der Gesamteindruck deutlich besser.

Zurück Funktion

Was erwartet man von einer Zurückfunktion? Ich würde erwarten, dass wenn man auf einen Zurück Button klickt, in das Menü zurückkehrt in dem man sich zuvor befunden hatte. Das ist in Windows 10 leider nicht immer der Fall. Beispiel gefällig? Wir befinden uns in dem Einstelleungsdialog für Personalisierung. Und dort in dem Bereich Farben. Scrollt man nun runter zu den „Einstellungen für hohen Kontrast“ und wählt diesen aus, kommt man bei der Erleichterte Bedienung und dem Bereich Hoher Kontrast raus. Wenn man Zurück klickt kommt man in die Systemsteuerung (oder wie zu unter Windows 10 heißt Einstellungen). Ich gestehe wenn man drüber nachdenkt ist es ja noch nicht mal falsch. Man kommt schließlich bei dem Untermenü von einer anderen Sektion raus, aber es ist nicht Nutzerfreundlich. Das Ergebnis ist übrigens im Tabletmodus mit Zurückbutton in der Taskleiste exakt gleich.

Virtueller Desktop

Ein kleiner Punkt, aber ein Punkt der ein wenig Optimiert werden könnte, wäre der virtuelle Desktop. Man kann mit Windows 10 mehrere Desktops einrichten. Leider fehlt eine Option diese sofort zu unterscheiden. Man kann diesen keinen Namen geben, einen eigenen Hintergrund festlegen, eigene Anwendungen anpinnen oder unterschiedliche Verknüpfungen auf den Desktop anlegen. Prinzipiell ist einer genau wie jeder anderer, nur die offenen Anwendungen unterscheiden sich, sehr schade.

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Veröffentlicht von Vincisblog

Softwaretester, Technikaffin, Comicnerd und vieles mehr. Gerne auch etwas kleinkariert.

2 Comments

  1. Ingolf Meinhardt 9. August 2015 um 16:46

    Nach zwei Tagen Windows 10 heute die ersten Updates untergejubelt bekommen, das Ganze wird aber sehr nutzerunfreundlich erzwungen. Ich war gerade dabei, Office unter dem neuen Windows zu erkunden. Dazu hatte ich eine Worddatei von der lokalen Festplatte geöffnet und wollte jetzt noch eine zweite aus OneDrive.holen. Nach gefühlter halber Unendlichkeit („enttäusch“, die Einbindung des Cloud-Dienstes in Windows wird doch gerade als die grandiose Neuerung beworben) dann die Aussage „Probleme mit dem Server“. Aber nichts da, auf dem anderen Rechner mit Win7 ging der Zugriff und nix Problemo. Also System neu gestartet. Und dabei werden erstmal Updates installiert, deren Existenz man gar nicht erahnen konnte. Doch danach ist der Zugriff auf OneDrive möglich. Und es bleiben zwei Fragen:
    1. Warum gibt es keine Information, dass erst das Update installiert werden muss?
    2. Warum muss ich mich bei OneDrive separat anmelden, obwohl doch der Account mit dem gleichen Microsoft-Konto verbunden ist und das die zugehörige Cloud ist?

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    1. Das Updates in irgendeiner Art und Weise zur Verfügung stehen, scheint nicht zu den Informationen gehören die ein Endkunde wissen will. Vermutung: Die Idee ist das der Kunde sein Gerät anmacht und sich freut das es an ist. Das Updates installiert wurden, darf ihn nicht mehr interessieren.

      Vielleicht hilft das ja:
      https://vincisblog.wordpress.com/2015/08/04/windows-10-updates-kontrollieren/
      bei Home auch.

      Warum separat nochmal einloggen? Ich habe ehrlicherweise keine Lust wenn mein Windows 10 Gerät verschwindet, das man immer überall Zugang hat. MS-Konto heißt ja auch nicht gleich das ich die Cloud nutzen will bzw. auf dem Gerät verwenden will….

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