[SENF] Warum ich Opera den Rücken kehre

Seit vielen Jahren bin ich Begeisterter Nutzer vom Webbrowser Opera. Opera hat viele Funktionen – die heute selbstverständlich sind – erfunden und ist in Norwegen beheimatet. Was alles gute Gründe sind, Opera zu nutzen. Aber leider sank meine Zufriedenheit immer mehr. Das Glück für Opera: die Konkurrenz war schlecht. Jetzt ist meine Zeit mit Opera vorbei.

Warum Opera?

Wie oben schon angedeutet, Opera war ein Superbrowser. Er war schick und schnell. Funktionen wurden innovativ entwickelt. Meine persönlichen Highlights waren Tabs, Schnellwahl (bei leerem Tab), Downloadmanager, Tabs gruppieren, Turbomodus und Mausgesten. Alles war modern und durchdacht. Der Browser stellt die Seiten gut in den Vordergrund, aber fiel selber eher dezent aus (soll heißen: die Website ist das was ich sehen will, der Browser soll aber nicht blass und unwichtig nur „Lesegerät“ sein).
Mit dem Chromium Engine (Details später) konnte Opera noch den Zugang zu den Add-Ons vom Googles Store erlangen.

Der Abgang

Irgendwann war aber die eigene Engine zu aufwändig selber zu schreiben und man stieg auf Googles Chromium Engnine um. Was erst mal nicht schlimm sein muss. Denn der Opera litt oft unter mangelnder Unterstützung. Aber was hatte Opera mit ihrem Browser gemacht? Er war nackt. Alle Funktionen wurden entfernt und der Browser sah aus wie ein Theme für den Google Chrome. Tabs konnten nicht gruppiert oder angeheftet werden. Die Schnellwahl konnte nur bedingt geändert werden, Operas eigener Server um Lesezeichen und Passwörter zu synchronisieren war nicht integriert. Eine absolute Katastrophe.
Was wurde da mit meinem Lieblingsbrowser getan?

Die Konkurrenz

Ich blieb beim Opera, warum? Die Konkurrenz war schlecht (was ja hier schon angerissen hatte). Google Chrome ist nichts Besonderes und Google traue ich ungern meinen Browserverlauf an. Firefox ist schon längst zu einem Behäbigen Monster verkommen. Von Safari, Internet Explorer und Co. brauche ich gar nicht erst anzufangen. So blieb ich beim Opera und sah wie er langsam besser wurde. Betonung liegt auf Langsam.
Dann gab es aber einen Lichtblick. Jon Stephenson von Tetzchner hatte eine gute Nachricht parat. 1995 war ein Mitbegründer und späterer CEO von Opera. Viel gutes lief unter ihm. Er hatte aber wegen einer Meinungsverschiedenheit 2011 Opera verlassen und 2013 Vivaldi gegründet. Das was Opera richtig gemacht hatte sollte Vivaldi auch können.

Der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte

Wie schon gesagt Opera sagte mir immer weniger zu. Ein Browser Start war langsam. Die „Guten Alten Funktionen“ wollten einfach nicht mehr zurückkommen. Und die Werbung eroberte den Browser. Ein Neustart und huch, neue Ordner sind in der Schnellwahl zu finden. Danke liebes Opera-Team das ihr mir Expedia und Otto vorschlagt, aber ich surfe noch nach eigenem Interesse!

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Und so wechselte ich vor einem halben Jahr auf meinem Arbeitsrechner von Opera zu Vivaldi. Das Surface musste sich weiter mit Opera ärgern. Die Hoffnung das Opera doch noch zu alter Stärke findet, war in mir. Auf dem Surface surfte ich öfters mit dem Edge. Der mich zwar auch manchmal nervt (siehe hier), aber mittlerweile nutzbar ist.
Gestern hatte ich nachdem mir Opera Vorschläge – eine Mischung aus angesurften und unbesuchten Seiten – angeboten wurden (siehe Bild oben), die faxen Dicke und wechselte zu Vivaldi:

ByeBye Opera

Was bleibt mir noch zu sagen? Tschau Opera! Du warst ein Super Browser! Du wirst mir fehlen. Deine letzten Jahre erinnern,an einen alten Menschen, der nicht mehr weiß wer er ist und seine Blase nicht mehr kontrollieren kann. Diese Phase war zwar traurig, ich behalte aber die schönen Erinnerungen in meinem Kopf. Du wirst mir fehlen.

R.I.P Opera

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