[Versus] Bücher lesen

Das lesen von Büchern bereitet Freude, zu mindest geht es den Meisten so. Es lässt uns in Fremde Welten eintauchen, Lernen oder liefert uns einfach etwas
Unterhaltung. Aber wie lässt es sich am besten Lesen? Das klassische Buch, ein eBook Reader oder auf einem Tablet/Smartphone? Mit diesem Vergleich habe ich mich – nicht nur für den Blog auseinandergesetzt. Der Gewinner? Der kommt gleich…

Einleitung

Der Buchdruck liegt Jahre zurück, jeder weiß wie so ein Buch aussieht und weiß über die Vorteile. Viele Leseratten schwören aus den falschen Gründen auf ein gedrucktes Buch: „da hat man was in der Hand“ und „ich bekomme vom Lesen, auf einem elektronischen Gerät Kopfschmerzen.“ Sind diese Argumente überhaupt haltbar oder längst überholt?

Ich möchte euch hier einen kleinen Vergleich zwischen einem gedruckten Buch, einem eBook Reader (klassischer Reader und den Paperwhite von Amazon) und einem Tablet (allgemein) geben.

Das Medium Buch

Wie sich ein Buch liest ist bekannt. Man hat ein Gefühl für die Größe des Buches, bei Schriftart und -größe ist man auf den Verlag angewiesen. Gerade wenn es sich um ein Taschenbuch handelt, können unschöne Eselsohren entstehen und der Außenband bzw. die Seiten verknicken. Auch das Lesezeichen kann rausfallen. Der Verlust des Buchs hingegen ist unschön, aber verschmerzbar, da „nur“ das Buch verloren geht.

Auf einem Tablet bekommt man einen mobilen Computer der viel mehr kann als nur Bücher anzeigen. Man hat die freie Wahl wie man ein eBook erwirbt und mit welcher App man das Buch liest. Lesezeichen werden über die Cloud synchron gehalten, so dass man auch auf einem anderen Gerät weiterlesen könnte. Schriftart und -größe lassen sich (oft) je nach Laune anpassen. Der Verlust des Gerätes ist hier der Schlimmste. Viele Daten und der höchste Anschaffungspreis sind hier die Gründe.

Der dritte Kandidat ist der eBook Reader. Dieser ist ausschließlich zum Lesen da, auch wenn einige einen Kopfhöreranschluss besitzen. Hier gelten ähnliche Punkte wie beim Tablet, außer dass die Wahl wo ich ein Buch erwerbe, stark an das Ökosystem des Readers gebunden ist.

Transport / Mobilität

Klar ist hier das Buch der Verlierer. Jedes Buch hat ein anderes Gewicht, ein gewisse Größe und nimmt auf den Weg zur Arbeit oder in den Urlaub am meisten Platz weg. Will man – vor allem im Urlaub – mehrere Bücher mitnehmen, kann es schnell eng im Koffer werden. Auch am Strand, ist der Transport eines Buches nicht zu Verachten.

Das Tablet und der eBook Reader schneiden hier gleich gut ab. Man kann mehrere Bücher mitnehmen und das Gewicht bleibt gleich. Je nach Modell sind die Geräte flach und lassen sich gut verstauen, leicht zu halten (oft mit einer Hand) und man kann eventuell ein Buch nachkaufen.

Äußere Einflüsse (Sonne, Nacht, Wind)

Jeder hat andere Vorstellungen vom Lesen. Wann lese ich? Wo lese ich? Das sind Fragen die diese Geräte unterschiedlich gut lösen. Wenn wir von Dunkelheit, Nacht oder im Bett lesen reden, werden wir schnell merken: ohne Licht ist das Buch „unlesbar“. Das Tablet verfügt über eine eigene Lichtquelle, oft mit Helligkeitssensor, der die Helligkeit oft sehr gut einstellt. Der eBook Reader kann von Haus aus, selten mithalten. Ausnahmen wie der Kindle Paperwhite, sind aber ebenfalls mit einem Licht ausgestattet und das ist dem eines Tablets deutlich überlegen. Es bleibt dank e-INK Display immer noch gut ablesbar, man könnte meinen die Seiten wären gedruckt (was ja generell ein e-INK Display auszeichnet).

Und da wären wir auch beim zweiten Bereich und dem genauen Gegenteil: zu viel Licht. In der Sonne sitzen und ein Buch lesen, viele finden hier eine Traumhafte Situation vor. Es sei denn man hat das falsche „Buch“. Ein gedrucktes Buch sollte hier gewinnen, tut es aber nicht. Die Seiten können oft unangenehm leuchten, die Augen tun weh, weil die Seiten deutlich heller werden als es gut wäre. Das Tablet verliert hier oft noch deutlicher. Denn die meisten Tablets haben ein Spiegelndes Display. Ist die Sonne zu stark oder die Maximale Helligkeit vom Tablet zu niedrig, hat man einen schönen Spiegel. Kommen wir zu dem Gewinner in dieser Kategorie: der eBook Reader. Die Ablesbarkeit ist kaum anders als ohne direktes Licht. So macht Lesen in der Sonne Spaß!

Schon mal bei Wind gelesen? Am besten noch in der Sonne. Das macht oft keinen Spaß, wenn die Seiten des Buches immer davon wehen. Diese Probleme gibt es bei Tablet und eBook Reader nicht, auch wenn hier das Gewicht und das Umblättern zum Problem werden kann (zumindest mit einer Hand 🙂 ).

Das Gefühl Lesen

Lesen ist ein Medium was es so kein zweites Mal gibt. Man kann in vielen Medien in eine Welt eintauchen, aber die Vorstellungskraft wird nur in einem Buch so angeregt. Da unterscheiden sich die drei Varianten nicht. Aber wo ist „das Lesen“ am natürlichsten?

Die Frage kennt eine einfache Antwort: das Buch. Man „riecht“ die Seiten, man fühlt sie, man fühlt den Fortschritt bzw. den Weg der noch vor einem liegt. Das Blättern bis zum nächsten Kapitel, um zu prüfen wie weit es noch ist, ist was ganz anderes als der Lesezähler, der Zeiten misst bis zum nächsten Kapitel.

Danach kommt bereits der eBook Reader, weil die Schrift so klar ist, man fühlt sich wie mittendrin.

Den einzigen Vorteil den ein Tablet gegenüber dem eBook Reader hat, ist das man auch farbige Bilder oder Texte anzeigen kann. Auch weiterführende Links sind „einfacher“. Aber das sind nur „neue“ Möglichkeiten. Das reine Gefühl des Lesens, kann ein Touchscreen nicht liefen.

Mein Senf

Ich lese am liebsten auf dem eBook Reader – genauer auf dem Kindle Paperwhite. Wenn ich den Wechsel zu einem Buch mache, sehe ich oft nur die schlechten Seiten und freue mich dann immer riesig zu einem elektronischen Buch zurückzukehren. Ein Tablet konnte bisher nie mithalten, ein Smartphone nur in Wartezimmern, für Zwischendurch.

Aber es gibt hier keine Antwort, die einen klaren Sieger hat. Es ist immer die Anforderung, die Vorlieben des Lesers und eventuell auch das Lesegerät als solches. Jeder sollte selbst entscheiden wie er liest, Hauptsache er liest!

Wo lest ihr eure Bücher? Und warum?

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