Kommen wir in die heiße Phase im Westen der NBA Playoffs. Der Westen ist breit aufgestellt, so dass wir es mit sehr guten Western Conference Semifinals zu tun bekommen. Sogar meine Lieblingsserie erwartet uns hier. Wer sich wie gut schlägt, versuche ich in dieser Vorschau darzulegen.

warriors

Golden State Warriors

Die Golden State Warriors sind – wie zu erwarten war – ohne Probleme ein Runde 2 eingezogen. Das es sogar ein Sweep wurde, ist nur bedingt eine Überraschung. In den 4 Spielen wurde Offensiv viel geboten. Defensiv mussten die Warriors nicht viel zeigen, da sie die Blazers auf der anderen Seite in der Tasche hatten. Sie gewannen die Spiele mit gehörigen Abstand (12, 29, 6 & 25). Das beste Spiel war Spiel 3. Hier konnte Portland mit Nurkic aufwarten und er zeigte seine Stärke am Brett und am Ring. Portland führte deutlich im dritten Viertel und dann? Und dann machten die Warriors kurzen Prozess. Sie schalteten in den nächsten Gang und rasierten die Blazers. Damit war auch die Serie gelaufen.

Da die Warriors der größte Favorit auf den Titel sind, sind sie auch in jeder Serie Favorit. Die Pause und das deutlich leichtere Erstrunden Matchup, sorgen für weitere Vorteile. Es fällt schwer den wichtigsten Spieler der Warriors zu identifizieren. Ob man nur die Dreier, den Zug zum Korb von Curry nennt, die starken One touch Dreier von Thompson, die emotionale starke Defensive von Green, spielt am Ende keine Rolle. Und dann wäre da noch ein gewisser Durant. In der aktuellen Form – und es gibt noch Fragezeichen hinter Durant – sind die Warriors in einer Serie nicht schlagbar. Niemand hat die Möglichkeiten die Warriors ernsthaft herauszufordern, wahrscheinlich kann man sie nicht einmal in ein Spiel 7 zwingen.

Utah Jazz

jazz

Wenn wir von den Playoffs sprechen, kommen wir nicht drum herum um den Sterling Fluch von den Los Angeles Clippers zu thematisieren. Wer nicht weiß wer Sterling war, hier entlang. Die Clippers haben es noch nie in die Conference Finals geschafft. Seitdem Sterling Fluch, gibt es dazu endlich einen Grund. Nachdem sich Gobert verletzt hatte, waren die Favorisierten Clippers fein raus. Trotzdem hatte man das erste Spiel dank einen Buzzer Beater von Iso Joe an die Jazz abgegeben. Nach 4 Spielen stand es 2:2. Aber die Clippers mussten – mal wieder – eine Verletzung hin nehmen. Diesmal betraf es Blake Griffin. Das er mit 26 und 24 Punkten die ersten Spiele dominiert hat, macht es noch schlimmer. In Spiel 5 waren die beiden Bankspieler Joe Johnson und Rodney Hood wichtige Offensivkräfte der Jazz. Mit 14 respektive 16 Punkten konnten sie für die Jazz den dritten Sieg einfahren. Anstatt alles in Spiel 6 klar zu machen, kam es zum Finalen Spiel 7 in Los Angeles. Und das konnten die Jazz ohne große Spannung eintüten. Mit 3 Auswärtssiegen stehen sie nun in den West Semi-Finals.

Gordon Hayward konnte seine Wichtigkeit in den Playoffs zeigen. Joe Johnson und Rodney Hood bringen Schwung von der Bank. Das Gobert bisher blass blieb, liegt natürlich an seiner Verletzung, er bleibt aber ein wichtiger Spieler der Jazz. Klare Stärke der Jazz ist die Defensive. Nur einmal kamen die Clippers über 100 Punkte. Der Pace ist auch nicht sonderlich schnell. Das sorgt bei Zuschauern mit weniger Basketball Erfahrung, nicht unbedingt für Wirbelstürmen. Trotz allem spielen sie guten Basketball mit hohem IQ.

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Die letzten Worte bei den Warriors deuten die klare Überlegenheit der Junges aus Oakland an. Auch gegen die Jazz muss man konsternieren: die Warriors haben viel zu viele Mittel. Die Defensive der Jazz, schränkt die Warriors etwas mehr ein, als bei anderen Gegnern, dürfte aber gerade auf der anderen Seite kaum ins Gewicht fallen. Denn die Warriors sind ebenfalls ein gutes Defenisv Team. Da die Jazz in der Offensive nicht mithalten können, werden auch die Jazz weniger Punkten können. Dazu kommt die mangelnde Playoff Erfahrung der Jazz, die eigentlich schon in Spiel 6 die Clippers besiegen hätten müssen. Da sind die Warriors viel weiter. Aus Unachtsamkeit der Warriors traue ich den Jazz zwei Siege zu, richtig knapp wird es in der Serie aber nie.

warriors jazz

4:2


spurs

San Antonio Spurs

Die Serie zwischen den Spurs und den Grizzlies aus dem letzten Jahr, war für viele vor den Playoffs präsent gewesen. Ein Hoffnungsloser Sweep der Spurs gegen harmlose Bären. Und genau so begannen die Spurs in den ersten 2 Spielen. Kawhi Leonard war einfach nur unfassbar gut (checkt dazu meine Takte bei NBAChef). 34,5 Punkte, 7,0 Rebounds und 3,5 Assists im Schnitt sind einfach unfassbar. In den Spielen 3 und 4, waren aber die Grizzlies deutlich verstärkt, nichts war mehr vom letzten Jahr zu sehen, auch nicht bei den Spurs. Vor allem Spiel 3 war eins der besten Spiele in den Playoffs. Es hatte alles, unter anderem Overtime und einen Gamewinner. Im Spiel 6 sah man dann im Schlussviertel klassische Spurs – abgezockt und kaltschnäuzig. Die Grizzlies hingegen wurden nervös und fahrig. Die Spurs konnten das erste Auswärtsspiel der Serie und damit die Serie gewinnen.

Wenn man die Spurs anschaut, sieht man als erstes den überragenden Kawhi Leonard. Nichts und niemand kann ihn offensiv aufhalten und defensiv ist über jeden Zweifel erhaben. Mit einem Offensiv Rating von 141 und einem Defensiv Rating von 108, ist er der mit Abstand beste Spieler der Spurs. Und da wären wir beim Hauptproblem: die Nummer 2. Defacto gibt es sie nicht, mal zeigt Patty Mills was er kann, mal LaMarcus Aldridge. Das ist für ganz oben einfach zu wenig. Und das obwohl bei den Spurs viel über das Team abgefangen wird. Die Playoffs zeigen wie sehr die Spurs, bereits in der regulären Saison, an ihrem Limit gekratzt haben.

Houston Rockets

rockets

Die Houston Rockets waren das erste Auswärtsteam von Runde 2, welches sich in der ersten Runde durchgesetzt hat. In diesem Fall gegen die Thunder. Die Serie versprach viel, vor allem vor dem Hintergrund der MVP-Wahl. Am Ende waren die Thunder das durchschnittliche Team, welches vor der Saison prognostiziert wurde. Große Probleme hatten die Rockets nicht. Auch wenn Spiel 3 schon in Richtung ISO-Ball und No Defense verkam, auf beiden Seiten wohlgemerkt. Die 105 Punkte aus Spiel 5, waren der niedrigste Punktestand der Rockets in dieser Serie. Das zeigt klar die Probleme der Thunder und die Stärken der Rockets auf.

Houstons größte Stärke ist die Offensive, hier sind sie flexibel. Es wird „Morey-Ball“ gespielt. Also Dreier und Layups. Das ist nichts neues und wird in Houston schon länger so gespielt. Dieses Jahr klappt es aber noch besser. Hinzu kommen unzählige Fouls – die vor allem Harden zieht. Hingegen ist die Defensive löchrig, bis auf Beverly und Ariza gibt es kaum Verteidiger. Auf der Bank haben sie zwei starke Sixth Man Award Kandidaten mit Gordon und Williams. Die Entwicklung im Vergleich zur letzten Saison, ist aber ohne Frage, grandios. Zum Schluss das offensichtlichste: Harden ist der wichtigste Spieler der Rockets. Mit ihm steigt und fällt der Erfolg, vorletztes Jahr lieferte er in den Conference Finals etliche Turnover, das sollte er gegen die Spurs vermeiden.


Eine der interessantesten Begegnungen erwartet uns hier. Vor allem haben wir es mit Gegensätzen zu tun. Die Spurs kommen als Team und einem besten Spieler, der vorne und hinten zu überzeugen weiß. Die Rockets sind ein Offensiv starkes Team, mit einem rein auf die Offensive bezogenen Superstar. Die Spurs werden aktuell – aus Grünen der Historie – überschätzt, die Rockets werden unterschätzt. Als unbeteiligter werden wir eine spannende Serie zu sehen bekommen. Es geht in 7 Spiele (und es könnte auch andersrum ausgehen 😛 ).

spurs rockets

4:3

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Veröffentlicht von Vincisblog

Softwaretester, Technikaffin, Comicnerd und vieles mehr. Gerne auch etwas kleinkariert.

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