[NBA] Playoff Kandidaten 2015/2016 – Eastern Conference

Lesezeit: 6 Minuten

Die NBA ist in der Offseason. Ein Großteil der Trades ist vorbei, Zeit ein kleines Fazit zu ziehen. Welche Mannschaften können sich in der nächsten Saison Hoffnungen auf einen Playoff Platz machen, welche sollten sich schon auf die Lottery Vorbereiten.

Anfangen werde ich mit den Playoff Kandidaten der Eastern Conference. Die Reihenfolge sagt nichts über die Platzierungen aus.

Miami Heat

heatDie Offseason von den Heats war überraschend gut. Justin Winslow ist bei den Drafts durchgerutscht und kann sicherlich den ein oder anderen Impuls setzten. Wade und Bosch sind wieder zurück. Whiteside wird wohl seine Leistung von der letzten Saison bestätigen, auch wenn nur aus der zweiten Reihe. Die erste komplette Saison von Dragic wird sicherlich auch um einiges besser, als die angeschnittene letzte Saison.
Abgänge gab es kaum, so dass Miami sich nicht nur Hoffnungen auf die Post-Season machen kann, sondern sogar von den Conference Finals träumen darf. Pat Riley hat mal wieder sehr viel richtig gemacht und das Verpassen der Post-Season sollte in Vergessenheit geraten.

Cleveland Cavaliers

cavaliersLetzte Saison als großer Favorit im Osten gestartet, lief die Saison am Anfang ernüchternd. Viel passte noch nicht. Mit Mozgov, JR Smith und Shumpert wurde Cleveland deutlich besser und sorgten für klare Verhältnisse. Der Rest ist bekannt. Die Offseason ist ohne große Änderungen bisher voran gegangen. Das sollte als gutes Zeichen gesehen werden. Das Cap ist leicht überreizt. JR hat nach langem hin und her einen neuen Vertrag bekommen, Thompson hat nicht den gewünschten Vertrag bekommen, muss aber um ein Angebot nächste Saison – ob nun bei Cleveland oder woanders – kämpfen. Mit Mo Williams hat man jemand für das Shooting bekommen, der vor allem für mehr Tiefe und Erfahrung sorgen sollte. Auf der Abgängen Liste stehen aber eigentlich nur „Bankdrücker“, so dass auch hier von keinem großen Problem gesprochen werden kann. Alles andere als die Conference Finals wäre eine Enttäuschung. Bei den Buchmachern ist Cleveland der absolute Favorit auf den Titel. Im Osten geht es nur über die Cavs!

Chicago Bulls

bullsRose ist zurück. Endlich wieder Playoffs mit Rose. Offensiv waren die Bulls zu schwach und somit Cleveland eine Nummer zu groß. Die Bulls sollten unter dem neuen Trainer – Fred Hoiberg – neuen Aufwind bekommen, vor allem in der Offensive. Der Kader war letzte Saison schon stark, und bleibt es auch in dieser Saison. Geändert hat sich nicht viel. Aber auch das ist nicht nur gut. Der ein oder andere Spieler wird langsam auch in den Spätherbst seiner Karriere gehen (Noah, Gasol und Gibson). Mit dem aktuellen Kader ist es die letzte Chance auf den ganz großen Wurf. Ein Playoff Platz ist aber kein Problem. Nur wie weit es geht ist noch ziemlich ungewiss. Wie kommen die Spieler mit dem Trainer und der neuen Taktik klar? Das gilt es zu klären. Wenn alles gut läuft, kommt man diesmal weiter als in der abgelaufenen Saison, Rose und Butler wäre es zu gönnen.

Atlanta Hawks

hawksWas die Atlanta Hawkes in der letzten Regular Season geboten hatten war, vor allem auf dem Blatt Papier sehr stark. Eine geschlossene Mannschaftsleistung führte das Team zur zweit besten Bilanz der Association. Nachdem die Playoffs in Sack und Tüten waren, war aber nicht mehr so viel los. In den Playoffs mühte man sich erst gegen die Nets ab und anschließend gegen die Wizards. Gegen Cleveland war dann alles zu spät. Die Offseason war auch nicht so wirklich gut. Carroll hat sich den Raptors angeschlossen, dafür konnte man mit Splitter einen guten Ersatz holen. Splitter sollte aber eine deutliche Verbesserung darstellen. Milsap konnte man halten, auch wenn vorher klar war: Milsap oder Carroll. Der Abgang von Carroll könnte aber durchaus noch schmerzen, schließlich ist er ein guter Außenverteidiger und ein guter Three-and-D Spieler. Für die Playoffs reicht es dicke. So viele Siege wie letztes Jahr werden aber schwer.

Milwaukee Bucks

bucksDie Bucks waren letzte Saison richtig stark, vor allem wenn man bedenkt wo sie vor der Saison herkamen, und zwar von ganz tief aus der Lottery. Unter Kidd ist die Mannschaft „gewachsen“, große Spieler werden schon aus Prinzip gerne in Milwaukee gesehen. Das man Greg Monroe nach Milwakuee lotsen konnte, und sich somit gegen die Konkurrenz aus New York und Los Angeles durchsetzen konnte, ist umso beeindruckender. Khris Middleton – einen guten Three-and-D Spieler – konnte gehalten werden und sollte somit ebenfalls ein wichtiger Baustein sein. Bei den Abgängen müssen die Bucks nächste Saion auf Jared Dudley, Ersan Ilyasova und Zaza Pachulia verzichten. In der nächsten Saison wird es im schwachen Osten, ohne weiteres für die Playoffs reichen.

Toronto Raptors

raptorsDie Regular Season lief absolut befriedigend, aber was Toronto dann in den Playoffs ablieferte war eine Katastrophe. Wenigstens konnte man zufrieden mit der Offseason sein. Man konnte Carroll für sich gewinnen. Seine Qualitäten durfte man in der letzten Saison bei den Hawks bewundern, so dass diese Verpflichtung, alleine schon für ein positives Offseason Fazit reichen dürfte. Das man aber Amir Johnson, Greivis Vasquez und Lou Williams abgeben musste, tut dann schon weh. Warum aber Cory Joseph einen solchen Vertrag bekommt, obwohl er dieselbe Position spielt wie Kyle Lowry ist schon ein wenig befremdlich. Auch dieses Jahr wird man sich in den ersten Fünf Plätze wiederfinden. Dann vielleicht auch mal erfolgreicher in der Post-Season.

Washington Wizards

wizardsDie Zauberer aus Washington hatten große Probleme nach dem Allstar Break. Für die Playoffs reichte es trotzdem. Dort musste man zu den Raptors nach Toronto. Diese kegelte man ohne Probleme – trotz Heimrecht – raus. In der nächsten Runde warteten die Hawks. Diese kamen tüchtig ins Schwitzen. In Spiel 4 kam der Gamewinner von Pierce. In Spiel 5 kam dieser ein Stück zu spät. Pierce ist weg, sonst schaffte man Platz unter dem Cap. Kevin Durant soll nächste Saison nach Washington geholt werden. Wie schwer der Abgang von Pierce fällt ist noch nicht Gewiss, vor allem da er in den Playoffs oft einen dieser Momente hat, der ihn unbezahlbar macht. Von Otto Porter kann man sicher einen weiteren Schritt in seiner Entwicklung erwarten. Wie sich Rookie Kelly Oubre entwickelt – werden sicherlich auch die Hawks – aufmerksam verfolgen. Das heißt in dieser Saison mitnehmen was geht, und danach angreifen. Für die Playoffs wird es reichen.

Indiana Pacers

pacersNach der schweren Verletzungen von Paul George war die Saison schon viel eher zu Ende als erhofft. Er stieß zu spät zum Team dazu und man verpasste knapp die Post-Season. Nachdem die Pacers zweimal in Folge in den Conference Finals standen, machte die Verwunderung des Ausscheidens umso größer. Mit Paul George wird man in der nächsten Saison bessere Chancen haben. Larry Bird will – ob nun wegen dem Erfolg von den Warriors – Small Ball spielen lassen und den Pace erhöhen. Deswegen wurde die Starting Five aussortiert. Hibbert hat es zu für quasi nichts zu den Lakers verschlagen, auch David West wurde verschifft. Mit der Neuverpflichtung von Monta Ellis hat man sich auf dem Flügel verstärken können. Ellis dürfte mit seiner Schnelligkeit und seinen Pick-and-Roll Fähigkeiten dem Team helfen. Auch Jordan Hill und Rodney Stuckey können helfen. Die Playoffs wird man erreichen. Große Gefahr gibt es von den restlichen 7 Mannschaften wohl eher nicht. Auch wenn ich sagen muss, das die Pacers für mich ein Wackelkandidat sind.

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