[App] Sway

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Microsoft hat vor einiger Zeit eine neue Office Komponente vorgestellt. Diese wird kostenlos den eigenen Kunden – ähnlich OneNote – zur Verfügung gestellt. Anstatt die App zuerst unter Windows zu veröffentlichen, wurde die App zuerst für das iPad angeboten. Der frische Wind weht durch Redmond, früher wäre so was nicht passiert (siehe Warum MS plötzlich alles richtig macht).

Mittlerweile wurde die App auch für Windows veröffentlicht. Der Name der App: Sway. Was die App ist und kann, und was sie nicht kann, erfahrt ihr hier.

Was ist Sway?

Diese Frage wird sich den meisten Stellen. Sway ist eine App um Dinge zu präsentieren. Sei es Text, Bilder oder Videos. Gibt es dafür nicht PowerPoint? Ja und Nein. Ja PowerPoint ist mehr als nur ein bisschen ähnlich. Aber Diashows und Videos waren nur suboptimal unterstützt. Klar geht es, aber Sway will sich darauf mehr konzentrieren. Zusammenfassend könnte man sagen PowerPoint = Business und Sway = Privat.

Sway verzichtet auch auf die „Pflicht“ installiert zu sein, um sich ein Sway anzuschauen (mit Powerpoint geht es auch, aber bei Sway ist es sogar explizit erwünscht). Das Ergebnis kann man sich wie eine Homepage vorstellen. Man scrollt (die Richtung kann man vorgeben), wie auf einer Homepage. Dabei fliegen Bilder, Text und Videos in und aus dem sichtbaren Bereich. Das ist zum einen schön animiert und zum anderen auch gut für die Übersicht.

Oberfläche

Ich habe mir die App direkt am ersten Tag auf dem iPad und später auf dem Surface installiert. Sie ist scheinbar auf allen Plattformen gleich. Modern und Übersichtlich. Übersichtlicher als PowerPoint. Des Weiteren reagiert sie flott und somit, ist sie absolut gebrauchbar. Auch wenn die Anwendung „neu und ungewohnt“ ist, findet man schnell was man sucht. Es gibt die bekannte Ribbons Bar, eine Sidebar, der „Verlauf“ und eine kleine Demovorschau Seite (klar das es auf einem kleineren Display überladen sein könnte, oder wie auf dem iPad Mini, nicht alles gleichzeitig angezeigt werden kann).

Geschwindigkeit

Da merkt man die Kinderschuhe noch an. Auf dem Surface ist Sway, beim arbeiten 3 mal komplett festgefahren und dann abgestürzt. Kurioserweise stand nach dem Absturz, als Autor ich selbst 3 mal in der Liste der Autoren (ein gleichzeitiges Bearbeiten soll auch möglich sein).

Beim Laden der Vorschau lädt die Anwendung ziemlich lange und auch das Einfügen von Bildern – vor allem wenn es viele sind – sorgt für einige unnötig verstrichene Zeit. Optimierungspotenzial ist auf jeden Fall gegeben.

Mein erstes Sway

Um zu starten kann man eine Vorlage oder ein leeres Sway verwenden. Man kann zwischen verschiedenen Designs auswählen und diese leicht verändern. Aber die Designs geben den Großteil vor. Beim Titel des Sways ist mir der erste positive Punkt aufgefallen. Nachdem ich den Titel eingegeben habe – in dem Fall „Urlaub Italien 2015“ – hat mit Sway zwei Suchbegriffe („Urlaub Italien“ und „Urlaub Italien 2105“) vorgeschlagen um ein Startbild auszuwählen. Die ersten Bilder wurden sogar „als freiverwendbar“ markiert. Tolles Feature!

Um Bilder oder Videos hinzuzufügen, kann man bequem über die Sidebar die Quelle auswählen – unter anderem OneDrive – und dort ganz normal Navigieren um eine Datei auszuwählen. Beim Einfügen von mehreren Inhalten, kann man diese direkt gruppieren, im Nachgang ist dies natürlich auch möglich. Die Gruppierung bietet Optionen zur Übersicht – weniger Elemente im Verlauf, da man es einklappen kann – und unterschiedliche Darstellung in dem Sway als solches – als Raster, automatisch, Stapel oder als Diashow.

Zu Bild und Videos kann man auch Text hinzufügen, der je nach Design immer angezeigt wird, oder nur wenn man dies explizit anklickt. Im Sway selber kann man jedes Bild auch als Vollbild anzeigen, dafür gibt es einen kleinen Button neben dem Bild.

Das Speichern ist ähnlich wie bei OneNote, absolut ungewohnt. Man gibt keinen Speicherort an, man speichert nie und trotzdem ist alles gespeichert. Der Datenwolke sei Dank. Das kann man aber getrost in die Kategorie „Unschön“ einordnen, ohne Internet wird es zwar gespeichert, aber wohin, ist vielleicht nicht jedem klar.

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Und das ist, glaube ich, das absolut wichtigste Feature. Man muss niemanden erklären, wie man das Sway öffnet, man braucht quasi kein Programm (einen Browser braucht man mindestens). Einfach auf den Link klicken und auf jedem Gerät – egal ob Smartphone, Notebook, Desktop-PC, Tablet, Spielkonsole oder was auch immer – durch das Sway klicken/scrollen/touchen. Viele werden es als Homepage wahrnehmen, und das ist auch gut so. Dass sich das Sway automatisch an die Displaygröße und den Gerätetyp anpasst, macht es umso angenehmer.

Mein Senf

Für eine Business Präsentation würde ich aktuell Sway nicht verwenden. Privat und vor allem für Urlaubspräsentationen oder für Präsentation auf oder von Festen, kann ich mir Sway sehr gut vorstellen. Interessant wird sein, wie sich Microsoft mit Sway gegenüber PowerPoint abgrenzt. Aktuell ist es ein anderes Vorgehen für ziemlich ähnliche Funktionen.

Wenn man ein Microsoft Konto sein eigen nennt und Sway kostenlos für alle Plattformen ist, rate ich zum kleinen probieren und testen. Man merkt schnell ob Sway etwas für einen ist oder nicht. Kleine Anregungen findet man auch auf der Sway eignen Seite. Viel Spaß beim Stöbern und Swayen 🙂

Microsoft Sway
Microsoft Sway
Preis: Kostenlos
Sway
Sway
Entwickler: Microsoft Corporation
Preis: Kostenlos

[App]: Eine Kategorie um euch Apps zu empfehlen, die ich selbst oft und gerne verwende.

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