[Serie] Orange is the new black [Staffel 1-3]

Ich möchte euch – mal wieder – eine Serie vorstellen. Diesmal geht es um die Netflix Originals Serie „Orange is the new black“ . Worum geht es bei dieser Serie? Weswegen sollte man sie schauen? Und gibt es Gründe sich auf Staffel 4 zu freuen?

Allgemein

In der Serie geht es um eine Frau die Drogen geschmuggelt hat, dies ist bereits mehrere Jahre her und nun wird sie dafür verurteilt. Also geht es für Piper in das Frauengefängnis von Litchfield. Am Anfang ist sie natürlich fremd in dieser Welt der Kriminellen, aber sie gewöhnt sich ein und merkt: es sind auch nur Menschen.

Die Folgen sind dabei so aufgebaut das immer die Person (auch die Wärter) die aktuell „Mode“ sind, in einem Rückblick gezeigt werden, wie es zu den aktuellen Ereignissen kam. Interessant ist dabei, das fast alle Taten nur angedeutet werden. Es wird so gut wie nie, die tatsächliche Tat gezeigt. Leider kommen bei den Rückblicken, auch einen der größten Schwächen zum Tragen, die Untertitel. Ich weiß nicht ob Netflix Geld sparen wollte, oder es „echter“ findet wenn man die Protagonisten in ihrer typischen Sprache sprechen lässt. So wird oft russisch oder spanisch gesprochen. Das nervt mich ziemlich. Mal ganz ehrlich ich will was sehen, nicht andauernd lesen, zumal die Untertitel oft weiß auf weißen Grund sind und viel zu schnell verschwinden. Oft bekommt man so – die teilweise belanglosen Gespräche – nicht mit.

Auch ein wenig verwunderlich ist der Titel der Serie. Für den Unwissenden ist es ein ziemlich guter Witz, „anstatt schwarz trage ich heute orange“ . Aber nur die neuen Häftlinge tragen orange, danach wird beige getragen. Auch sonst ist der Serientitel nur Serientitel, es gibt nie einen Bezug darauf. Das finde ich leider etwas Schade.

Der Vorspann

Bei dem Vorspann werden Augen oder Münder von den Darstellern in Großaufnahme gezeigt. Dabei kommt ein recht „fetziges“ Lied. Das Bildmaterial wird dabei passend zu der Musik schneller bzw. langsamer abgespielt. Am Ende hört man noch eine zugehende Gefängnistür. Mir gefällt der Vorspann recht gut, da er auch nicht zu lang ist und man mal einen anderen Blick auf die „Gefangenen“ bekommt.

Kleiner Hinweis: Ich gehe in den Staffel unterschiedlich tief auf den Inhalt ein. Seit gewarnt, das der ein oder anderer Spoiler durchaus enthalten sein könnte. Lest nur weiter wenn ihr euch absolut sicher seit 🙂 .

Staffel 1

Zu Beginn führt Piper Chapman ein „normales“ Leben, und hat sich kürzlich erst mit Larry verlobt. Wegen Drogenschmuggel – den sie wegen ihrer Ex, Alex begangen hat – bekommt sie ein 15-monatige Gefängnisstrafe aufgebrummt. Es wird der Unterschied zwischen ihr und den anderen Häftlingen in den Vordergrund gestellt. Sie bekommt zu Beginn von der Küchenchefin Red kein Essen, so dass sie fast verhungert. Sie findet langsam Anschluss und trifft zu ihrer Überraschung auf Alex, ihre Ex-Freundin, die sie verpfiffen hat.

Suzanne Warren – oder auch Crazy Eyes – verliebt sich während eines Filmabend in Piper,  und folgt ihr nun auf Schritt und Tritt. Larry – der als Autor arbeitet – schreibt einen Artikel über das Leben hinter Kittern und denkt sich dabei Dinge aus, die gar nicht passiert sind. Dies treibt Piper – auch wenn sie am Anfang noch nicht weiß, worüber Larry schreibt – in die Arme von Alex.

Eine andere Gefangene – Daya – lässt sich unfreiwillig von einem Vollzugsbeamten schwängern. Und Tiffany Dogget – von allen wegen ihren religiösen Ansichten nur Pennsatucky genannt – wird eingeredet, das sie göttliche Fähigkeiten besitzt.

Larry gibt indes ein Radiointerview über seinen Artikel und die Insassen hören mit und sind erst einmal beleidigt, über das was er sagt. Denn er redet nicht gut über die Insassen, was dann auf Piper zurückfällt.

In der Küche wird Red durch Gloria ersetzt und Piper spricht sich mit Alex aus. Abschließend gibt es einen Kampf zwischen Pennsatucky und Piper.

Staffel 2

In Staffel 2 geht es damit los, das Piper in Isolationshaft aufwacht. Sie wird mit einem Bus aus dem Gefängnis gefahren und anschließend mit einem Flugzeug abtransportiert. Dabei weiß Piper aber nicht wo es hingeht und vor allem warum sie durch die USA geschickt wird. Nach der Reise kommt sie in einem anderen Gefängnis an. Dort trifft sie überraschend auf Alex.

Wer aber denkt Litchfield wäre nun Geschichte, der denkt falsch. Denn hier kommt Taystee – die in Staffel 1 das Gefängnis verlassen durfte – wieder zurück und ihre Ziehmutter Vee zieht ebenfalls neu ein.

Piper ist in Chicago und das weil der Drogenboss Kubra Balik, der für den Alex gearbeitet hat und Piper geschmuggelt hat, vor Gericht steht. Beide sollen Aussagen. Piper und Alex wollen nichts gestehen – sie haben zu viel Angst. Piper streitet jede Verbindung ab, während Alex Kubra anschwärzt und somit ihre Haftstrafe „ausgesessen“ hat. Vee sorgt dafür das die „Schwarzen“ sich mit der Hispanische Gruppe anlegen. Es wird rauer.

Für Larry gründet Piper eine Gefängniszeitung, um an die Missstände im Gefängnis zu kommen. Vee verkauft unterdessen Zigaretten. Red – die eine tiefe Krise überwunden hat, nachdem sie die Küche verlassen musste – hat mit den „alten“ Insassen eine Gartengruppe gegründet. Piper darf zur Beerdigung ihrer Oma und ist mal wieder für 2 Tage raus aus dem Gefängnisalltag. Dort erfährt sie das Larry mit Polly – Pipers beste Freundin – geschlafen hat.

Daya kann ihre Schwangerschaft nicht mehr verheimlichen und hängt es einem anderen Polizisten an. Piper denkt das Alex in Gefahr schwebt, weil sie Kubra verraten hat, also sorgt sie dafür das Alex wieder ins Gefängnis kommt. Die Kämpfe zwischen den einzelnen Gruppen eskalieren. Vees falsches Spiel kommt raus und sie flüchtet. Rosa – eine sterbenskranke Frau – flüchtet ebenfalls mit dem Gefängnistransporter. Auf der Flucht überfährt sie Vee.

Staffel 3

Begonnen wird Staffel 3 mit dem Muttertag. Dadurch wird ein kleines Familienfest veranstaltet. Alex ist zurück in Litchfield. Nachdem sich die ersten Insassen gejuckt haben, wurden Bettwanzen gefunden. Die Folge: alle Matratzen müssen verbrannt werden. Da auch die Kleidung betroffen ist, müssen die Insassinnen entweder Papieranzüge oder nur Unterwäsche tragen.

John – der Polizist der Daya geschwängert hat – macht ihr einen Heiratsantrag. Da das Geld ausgeht, steht Litchfield vor der Schließung. Es konnte in letzter Not noch ein Käufer gefunden werden. Diese bringen zwar neue Matratzen, aber auch einige weniger positive Dinge nach Litchfield. Die Wachen werden nur noch Halbtags beschäftigt und weitere ungebildete Arbeitskräfte eingestellt. Es gibt auch einen neuen Job, um Unterwäsche zu nähen. Das Essen wird nur noch aus Fertigtüten hergestellt. Einige haben die Möglichkeit gefunden, besseres Essen zu ergattern. Dafür müssen sie nur angeben, das sie Juden sind. Alex hingegen hat Panik, das Kubra jemanden engagiert hat um sie zu töten.

Crazy Eyes geht unter die Autoren und wird von den Insassinnen gerne gelesen. Piper möchte Geld verdienen mit getragener Unterwäsche von Gefangenen. Die Unterwäsche macht sie aus den Stoffresten vom neuen Job. Um die Frauen davon zu überzeugen, verkauft sie Kräutermischungen, die das Essen genießbarer machen.

Pennsatucky ist die neue Fahrerin und bandelt mit einem neuen Wächter an. Dabei wird sie vergewaltigt. Währenddessen will Daya ihr Kind verkaufen. Dabei kommen ihr aber Zweifel. Daya entbindet ihr Kind. Piper stellt fest, dass ihr Geld gestohlen wurde. Sie merkt das es Stella war – eine neue Insassin, die mit ihr das „Höschen-Geschäft“ aufgemacht hat. Dann sorgt sie dafür das Stella in Isolationshaft kommt. Die Angst von Alex zeigt sich als begründet, als sie ein Wächter angreift.

Zu guter Letzt flüchten alle Insassen, weil der Zaun gewechselt wird, aber keine Wächter da sind. Am Ende schwimmen alle im See.

Erwartungshaltung von Staffel 4

So wie Staffel 3 geendet hat, sind noch viele Fragen offen und mögliche Erzählstränge bereits begonnen. Staffel 3 hat ein wenig von der Original Begeisterung verloren, trotz allem freue ich mich wenn Staffel 4, weitere Geschichten erzählt.

Mein Senf

Die Serie lässt sich gut schauen. Es gibt immer wieder Personen, die man mehr oder auch weniger mag und somit mitleidet oder sich mitfreut. Das ist gut und schön. Aber die Begeisterung, hat mich dann mit der Zeit ein wenig verlassen. Das soll nicht heißen das die Serie schlechter wird, aber sie lutscht sich ein wenig aus. Interessant fand ich die Phase nachdem wir die letzte Folge der Staffel 3 gesehen haben. Denn Abends habe ich mich auf eine neue Folge gefreut, nur gibt es ja keine mehr. Also mit anderen Worten, eine Serie die man durchsuchtet, währenddessen ein wenig „mitlaufen“ lässt und dann mehr will.

Wer einen Netflix Account besitzt, sollte ruhig mal rein schauen. Orange is new black kann man definitiv anschauen.

Zu den anderen Staffeln:

1-3 | 4 | 5

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