[Test] Chimpcase für iPhone

Lesezeit: 5 Minuten

Smartphone Hüllen sind was ganz merkwürdiges. Manche nutzen sie aus Überzeugung, andere aus purer Angst. Bei der Wahl muss es bei dem Einen besonders günstig sein, der andere will guten Schutz, wieder andere legen Wert auf Design oder Farbe. Aber die wichtigste Frage: warum ein hochwertiges Smartphone in eine billige Hülle packen? Diese Gedanken haben mich zum Chimpcase geführt. War es eine gute Entscheidung? Beziehungsweise ist es eine gute Hülle?

Geschmackssache

Wie in der Einleitung angedeutet, ist es nicht ganz einfach ob und welchen Schutz, man für sein Smartphone wählen soll. Ich bin eher von der „natürlich ist besser“ -Fraktion. Aber ähnlich wie bei Hintergründen, brauche ich ab und an Abwechslung. So das ich immer wieder nach schicken Hüllen Ausschau gehalten habe. Selten finde ich wirklich ein überzeugendes Modell, mit dem Chimpcase – was mich mehrmals angelächelt hat – habe ich ein Modell gefunden, was ich testen wollte.

Meine Erwartungshaltung

Eine Hülle sollte niemals dick auftragen! Das ist ein wichtiger Punkt, wenn nicht sogar der wichtigste. Die Knöpfe sollten – vor allem wenn sie aus einem metallischen Stoff sind – frei sein. Die Oberfläche sollte sich gut und nicht billig anfühlen. Auch die Optik muss wertig sein. Schutz ist für mich nicht die höchste Priorität, denn wenn das Smartphone runterfällt ist eine Hülle in vielen Fällen, kein echter Schutz. Außerdem sollte man – erst recht wenn man den einen oder anderen Euro investiert hat – sein Telefon behutsam behandeln.

Chimpcase

Amazon

Bei meiner Suche bin ich irgendwann auf das Chimpcase gestoßen. Die Hülle ist ultradünn, man könnte sie als „zweite“ Haut bezeichnen. Es gibt Modelle mit Transparenz oder mit undurchsichtigen Material. Die Transparenten Modelle gibt es in den iPhone 6s Farben. Leider sind die Produktbilder (auf der Homepage und Amazon) für jede Farbe, nur mit der jeweils passenden iPhone Farbe ausgestattet. Ich hätte gerne gesehen wie das „goldene“ Modell auf den Spacegrey iPhone Modell ausgehen hätte. Weil mir das schwarze Modell zu billig aussah, und das goldene Modell zu heiß war, entschied ich mich für das frosty transparent (weiße) Modell.
Der Hersteller macht es sich aber auch einfach. Bestellt man ein Case für ein S Modell, bekommt man „das“ normale Case mit einem Aufkleber das es für das S Modell ist. Kunden verstehen so etwas überhaupt nicht.

 

Die Zusammenfassung der Antwort: Das ist schon richtig so. Für den Preis erwarte ich das man entweder die Verpackung neu druckt (mit dem Text für iPhone 6s (Plus)) oder das man in der Beschreibung darauf hinweist. Für mich ist es kein Problem, aber nicht jeder versteht das.

Aufbringen

Das erste Anbringen, ist mit Vorsicht zu genießen. Da die Hülle sehr Passgenau ist, sollte man langsam und vorsichtig sein. Jede einzelnen Ecke des iPhones sollte man sanft in die Hülle drücken. Einige Berichteten von ersten Rissen, beim Anbringen. Ich hatte damit aber keine Probleme.

Erster Eindruck

Wie gut die Hülle passt, finde ich doch echt erstaunlich. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es wäre eine Folie oder die „normale“ iPhone Farbe. Die Aussparungen, sehen genauer aus, als sie eigentlich sind. So sieht es aus, als wären die Lautsprecher Löcher exakt ausgestanzt, dabei ist aber das Loch in der Hülle etwas größer und leicht versetzt. Dies sieht man bei genauerem Hinschauen. Die Tasten sind leider kaum noch erfühlbar, dementsprechend schlechter drückbar. Unfreiwillig klicks, können so aber auch vermieden werden. Auf der Rückseite ist die Kamera besser geschützt als von Haus aus und steht – wenn überhaupt – nur noch minimal ab.
Ich habe die Hülle auch über ein goldenes iPhone gewickelt und muss sagen das die Frost Variante schon sehr dezent ist. Gefällt mir!

Abnehmen

Nein wir reden nicht von Gewichtsreduktion, sondern von dem Entfernen des Chimpcases. Wer oft seine Hüllen wechselt und sein iPhone in natura möchte, sollte eventuell die Hülle meiden. Denn das Entfernen ist sehr frickelig und die Gefahr etwas zu zerstören ist gegeben. Nicht nur die Hülle könnte reißen, auch das iPhone könnte unfreiwillig einen kleinen Flug vollziehen. Also passt bloß auf! Trotz allem, habe ich es versucht und geschafft. Man sollte es aber nicht übertreiben.
Nach mehrmaligen aufbringen und wieder abnehmen, hat die Hülle – sagen wir mal – eine ungewöhnliche Form erhalten. Beim Tragen (um das iPhone) ist das kein Problem, das es sich aber so verbiegt, ist schon etwas ungewöhnlich.

Fazit

Jedes meiner Smartphones – ausgenommen mein erstes – hatte 2-3 Hüllen, die ich regelmäßig tauschte. Aber in der Regel nutzte ich mein Smartphone pur. Bei Smartphone 2, sorgte das am Ende für ein paar Macken. Bei Smartphone Nummer 3, nach 2 Tagen für einen kleinen Displayriss. Das Chimpcase würde die ersten Macken abfedern, der Displayriss nicht. Es bleibt ein schmaler Grat zwischen schicken Smartphone und gut geschütztem Smartphone. In den meisten Fällen heißt es, mit Hülle hässlich und dick, dafür geschützt. Das Chimpcase ist eher fürs Auge, echten Schutz bietet es nicht, mehr als ohne aber allemal.

Zusammenfassend kann ich aber allen, die vor kleine Kratzer gefeit sein wollen und ein wenig Schutz möchten – wobei aber das Design nicht drunter leiden soll – das Chimpcase empfehlen.

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