Eine Coming-Age-Geschichte trifft durchaus meinen Geschmack. Durch die Augen von jungen Menschen zu schauen, ihren Problemen zu folgen, gefällt mir. Hello Sunshine verspricht das und dazu einen ansprechenden Zeichenstil. Worum geht es bei Hello Sunshine?
Der Plot
Alex und Noah liegen in einem Blumenbeet. Aus dem Nichts ändert sich die Situation, aus Vertraut wird abwesend. Das war einmal. Alex Lombardi wird vermisst. Sein Zwillingsbruder Jamie ist ganz anders. Der Coole, könnte man sagen, während Alex verkopft und zurückhaltend ist.
Dann ist da noch Izzy Nguyen, eher nett, und Greyson, ein richtiger Störenfried. Zu guter Letzt gibt es noch Sky. Diese Gruppe versucht als Erstes zu verstehen: Was ist eigentlich passiert? Ist Alex vielleicht nur abgehauen? Einige erhalten von ihm Textnachrichten. Was ist mit der Mutter von Alex und Jamie passiert?
Die Freundschaft zwischen Noah und Alex steht auf dem Prüfstein und auf dem Dachboden finden sie einen blutigen Hammer und Knochen. Steckt vielleicht sogar etwas Übernatürliches hinter alledem? Lebt Alex überhaupt noch?
Mein Comic Senf
„Hello Sunshine“ wird in Kapiteln erzählt und dabei wird die Sicht immer von einem der Kinder aufgezeigt. Als ich es verstanden hatte, hatte ich mir dadurch einen neuen Kniff gewünscht, das ist leider nur bedingt der Fall. Man erlebt mehr von der Person, aber keine komplett neue Sicht.
Eine Ausnahme gibt es aber doch: Alex’ Sichtweise. Denn hier werden der Wahnsinn und die Stimmen so genial dargestellt, dass man beim Lesen seinen Wahn und seine Furcht vollkommen nachvollziehen kann. In der Summe ist das unglaublich eindringlich.
Der Zeichenstil hat mir ausgezeichnet gefallen und war ein Hauptgrund, warum ich ziemlich blind zugegriffen hatte. Es erinnert mich an Paper Girls und Deadly Class. Durchaus spielt dabei auch die Kolorierung eine entscheidende Rolle.
Dass es hier um mentale Probleme, sexuelle Orientierung und „normale“ Teenieprobleme geht, hätte mir wahrscheinlich schon gereicht. Es werden hier sehr viele Themen eröffnet und manche Themen schnell beiseitegewischt. Weniger wäre manchmal mehr.
Besonders gilt dies für das Übernatürliche. Als das anfing, dachte ich nur: „Bitte nicht.“ Mit der Zeit bin ich mir nicht sicher, ob das nicht vielleicht eine clevere Metapher sein könnte und somit das Ganze deutlich besser gemacht hat. Aber das hat das Alltägliche etwas in den Hintergrund gedrängt.
Meine letzten Worte:
Wo ist Alex?
Review
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Story - 7/107/10
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Zeichnung - 9/109/10
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Einsteigerfreundlich - 8/108/10
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Gesamteindruck - 7/107/10
Hello Sunshine (A Graphic Novel)

Erscheinungsdatum: 23.09.2025
Format: Softcover
Seiten: 384
Autor*innen: Keezy Young
Zeichner*innen: Keezy Young
Preis: $ 18,99



