Welcher Bluetooth Kopfhörer darf es sein?

Lesezeit: 7 Minuten

Die Zukunft der Kopfhörer sieht blau aus. Und damit meine ich nicht die Farbe der Kopfhörer, sondern die Kommunikation selbiger, mit einem Endgerät. Das iPhone 7 bietet für Kopfhörer nur noch die Möglichkeit Bluetooth zu nutzen (oder via Lightning) an. Die Klinke ist vom Aussterben bedroht, denn andere Hersteller werden nachziehen. Aber wie findet man sich im Dschungel der Kopfhörer zurecht? Auf was sollte ich achten? Und wie finde ich MEINE Kopfhörer?

Auch wenn dieser Artikel nach SENF aussieht, handelt es sich um einen Kooperation mit Netzsieger.de. Natürlich nutze ich hier die Chance mich ausgiebig für das Vertrauen und die Unterstützung meines Blog bedanken!

Bauart

Der erste Punkt ist ein genereller Punkt. Egal ob Bluetooth oder Kabelgebunden, ich muss mich entscheiden ob ich In-Ear, On-Ear oder Over-Ear möchte. Vielleicht werden jetzt die ersten fragen: was ist überhaupt der Unterschied?

In-Ear Kopfhörer steckt man ins Ohr. Gerne auch Stöpsel genannt. Sie haben – je nach Form – einen guten Halt und man ist flexibel. Sie können aber auch gerne mal rausfallen. Dafür stören sie – zum Beispiel beim Rennen (wenn sie drin bleiben) – weniger als die anderen Bauarten.

On-Ear Kopfhörer liegen auf den Ohren und sind meistens über den Kopf verbunden. Es gibt aber auch Varianten die hinter dem Kopf verbunden sind. Die Schallisolierung ist nach innen und außen meist besser als bei In-Ears und sie sind aus Sicht der Gesundheit besser. Warum? Weil sie nicht so weit im Gehörgang sind und durch die bessere Abschirmung , muss man die Musik nicht so laut hören.

Over-Ear Kopfhörer sind quasi die Krönung der Kopfhörer. Diese Umschließen das Ohr komplett und sind deswegen am besten isoliert. Aber sie sind auch meist schwerer und weniger für Bewegung geeignet. Manchmal sehen sie auch klobiger aus, als ihre kleineren Brüder.

Zum Thema In-/On-/Over-Ear gibt es auch einiges bei Netzsieger zu lesen.

Design

Der letzte Punkt denn jeden Kopfhörer betrifft, ist das Design und die damit verbundene Materialwahl. Das ist Geschmackssache, aber nicht jedes Marketingfoto sorgt auch für ein gutes Produkt. Schaut euch die Kopfhörer zusätzlich im Laden an, den manchmal (so bei den Senheiser Momentum geschehen) merkt man schnell: nicht alles sieht so aus wie es der Hersteller es gerne hätte.

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Bei den Materialien gibt es ebenfalls große Unterschiede. Wer sich für Plastik entscheidet bekommt die leichtesten Kopfhörer, wird aber optisch und von der Wertigkeit Abstriche machen. Meine Lieblingsmaterialwahl findet ihr bei den Bowers & Wilkins Kopfhörern. Leder, Edelstahl und Aluminium sind einfach unschlagbar. Wertiger können Kopfhörer sich nicht anfühlen.

Akku

Wer zum ersten Mal einen Bluetooth Kopfhörer hat, wird schnell merken: ohne Strom nichts los. Das soll heißen: macht euch Gedanken wie lange ein Bluetooth Kopfhörer bei euch im Einsatz ist. Es gibt die verschiedensten Modelle mit unterschiedlichen Laufzeiten.

Auch die Ladezeiten und ob man in der Zeit die Kopfhörer nutzen kann, kann entscheidend sein. Wenn die Kopfhörer länger laden, als sie dann genutzten werden können, würde ich vielleicht ein anderes Modell wählen.

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Und der letzte Akkupunkt: Was tun wenn der Akku leer ist? Das Thema hat auch mehrere Dimensionen. Denn wie kann ich sie laden? Brauche ich ein extra Ladekabel oder geht vielleicht ein Standardkabel, was ich eh für mein Smartphone benötige? Das ist nicht so trivial wie es klingt, oder wollt ihr mit hundert Kabeln in den Urlaub fahren? Zum Abschluss: kann man die Kopfhörer ohne gefüllten Akku nutzen? Ein mitgeliefertes Kabel kann manchmal ein wichtiger Punkt sein, auch wenn das Abspielgerät ein Klinkeanschluss haben muss.

Bluetooth Übertragung

Bei der Übertragungsarten gibt es mehr Unterschiede, als den meisten Kunden bewusst ist. Es gibt die direkte Bluetooth Übertragung, diese verwendet aber so gut wie niemand, es ist schlicht zu teuer (Lizenzgebühren). Der „alte“ Standard A2DP, sorgte auch lange Zeit für den schlechten Bluetooth Kopfhörer Ruf. Denn hier werden die Töne komprimiert, an die Kopfhörer gesendet und dann entpackt. Das sorgt – je nach Modell – für zu Versatz zwischen Ton und eventuellenem Bild.

Der neue Standard ist aptx. In diesem Verfahren wird die Musik nicht komprimiert, sondern in einen Container gepackt. Dies führt dann oft zu deutlich besseren Ergebnissen. Dies bestätigen auch kritische Ohren, die sonst Bluetooth Kopfhörer komplett abgelehnt haben. ABER: bislang unterstützt das iPhone (egal welches) nur A2DP. Für die Zukunft sind die aptx fähigen Kopfhörer bereits, nutzen kann man es dann aber „nur“ auf zahlreichen Androiden und eine Handvoll Windows Geräten (Verfügbarkeiten gibt es hier).

Bei dem Kauf eurer neuen Kopfhörer ist aptx aber nicht ein nettes Gimmick, sondern sollte unbedingt beachtet werden.

Noise Cancelling – ja oder nein?

Bevor ich diese Frage beantworte, sollte ich diese Wörter erst einmal erklären. Noise Cancelling heißt Geräuschunterdrückung. Davon gibt es bei Kopfhörern die aktive und die passive Variante. Diese haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Das passive Noise Cancelling ist keine wirkliche zusätzliche Technik, sondern nur Bauart bedingt. Das soll heißen, das die Kopfhörer Töne von außen von Haus abschirmen und somit kann man Musik in geringerer Lautstärke gut hören, ohne abgelenkt zu werden. Sind die Umgebungsgeräusche zu laut oder möchte man „komplette“ Ruhe, ist das aktive Noise Cancelling eine Option. Dabei nehmen Mikrofone in der Hörmuschel Töne auf, und erzeugen die Gegenteilige Frequenz. Dadurch kommt beim Ohr nichts, oder zumindest nichts hörbares an. Was man beim aktiven Noise Cancelling hört ist eine fast schon unangenehme Ruhe. Vorreiter ist hier Bose. Damit lassen sich aber auch schlechte Kopfhörer gut verstecken, ist es ruhig, wirkt alles klarer und besser, das kann aber täuschen.

Was jetzt nun mitnehmen oder lieber nicht? Bowers & Wilkins hat auf selbiges Feature verzichtet, weil man bei der aktiven Variante auch die Töne des Kopfhörers aufzeichnet und somit eventuell das Musikstück beschneidet. Die komplette Ruhe kann irritieren und Noise Cancelling lassen sich die Hersteller gerne extra bezahlen. Ich will es nicht (unbedingt). Aber das hängt auch von dem Einsatzgebiet ab.

Weiterführende Informationen findet ihr bei Netzsieger.

Tragekomfort

Das der Tragekomfort eine Rolle spielt sollte klar sein. Das der Tragekomfort aber etwas anders -sprichwörtlich – ins Gewicht fällt, sollte hier beleuchtet werden. Denn durch den integrierten Akku, sind Bluetooth Kopfhörer schwerer, als ihre kabelgebunden Brüder. Meine alten Bowers & Wilkins P5 series 2 waren „nur“ ein paar Gramm leichter, gespürt hat man es aber trotzdem.

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Ist man Brillen- oder Ohrringträger muss man auch noch auf den Tragekomfort achten. Das Gewicht und der Druck, der durch hohe Spannung entstehen kann, ist ebenfalls nicht ohne. Und auch hier spielt das Einsatzgebiet keine unerhebliche Rolle. Wenn man nur sitzt, ist man flexibler, will man aber die Kopfhörer beim Sport tragen, fallen diverse Modelle aus dem Raster.

Meine Empfehlung viele Tests lesen und Probe tragen im Laden.

Klang

Ihr mögt vielleicht nach den bisherigen Zeilen sagen: ich habe gute Kopfhörer gefunden. Aber setzt sie noch auf und hört! Denn da trennt sich die Spreu vom Weizen. Was hört ihr für Musik? Braucht ihr einen Equalizer oder einen Bassverstärker oder wollt ihr ehrliche Musik? Diese Gedanken müsst ihr euch nicht machen, macht es aber bei der Wahl einfacher.

Ich will ein ausgewogenes Klangbild. Da ich ein breiten Musikgeschmack besitze, will ich mich nicht von den Kopfhörern in eine Richtung drängen lassen. Es soll Hersteller geben die Verändern die Musik so stark, das „deine“ Musik gut klingt. Willst du dann aber mal ausreißen und etwas anderes hören, bekommst du einen Schreck.

Die Höhen sollten klar sein, viel schneiden selbige ab. Der Bass sollte natürlich sein, und nur minimal verstärkt werden (ist doch cool, wenn es richtig knallt 😎 ). Die Tiefen sind selten das Problem, umso schlimmer wenn es der eigene Kopfhörer vermasselt.

Sonstiges

Sonstige Funktionen wie NFC und Wasserfestigkeit sind Spezialfähigkeiten die man Abwegen muss. NFC benötigt man um die Kopfhörer mit einen NFC fähigen Gerät einfach zu verbinden. Da aber eine Bluetooth Einrichtung sehr einfach ist, finde ich die NFC Funktion in Kopfhörern unnötig.

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Wasserfeste Kopfhörer können vielleicht in der Badewanne sinnvoll sein, aber sonst reicht der normale Kopfhörer, für einen kleine Regenspaziergang. Schwimmen sollte man dann natürlich nur wenn man Wasserfeste Kopfhörer besitzt.

Details zu Zustazufunktionen findet ihr, wie bisher auch schon, bei Netzsieger.

Preis

Wie viel seid ihr bereit auszugeben? Wo ist eure Schmerzgrenze? Das solltet ihr vorher klar festlegen. Denn Kopfhörer können abartig teuer sein. Das Schwierigste ist: ein hoher Preis ist in der Kopfhörerbranche noch weniger Qualitätsmerkmal, als in anderen Bereichen. Also nicht denken hoher Preis gleich gute Kopfhörer.

Auch das Prinzip: wer billig kauft, kauft zweimal muss nicht stimmen. Setzt euch ein Limit und schaut in dem selbst gesetzten Preissegment. Egal welches ihr wählt, es gibt unzählige Modelle und ihr seid lange mit Recherche und Probe tragen beschäftigt.

Hersteller

Das kann und darf durchaus eine Rolle, bei der Wahl zu einem Kopfhörer, spielen. Ihr solltet euch die Frage stellen, wo hat der Hersteller seinen Sitz und wo wird produziert (natürlich nur wenn es euch auch interessiert). Erfahrungen über den Hersteller bezüglich Qualität, Garantie und Kulanz sind ebenfalls nicht zu verachten. Aber auch das Thema „Style“ ist einigen wichtig. Wenn ihr die Kopfhörer mehr als Statussymbol tragen wollt, ist das Firmenlogo wichtiger, als die oberen Punkte.

Mein Senf

Wie hier an diesem Beitrag erkennen könnt: es ist nicht ganz so einfach. Es gibt viele Dinge auf die man achten muss. Ich hoffe ich, aber auch Netzsieger können euch im Kopfhörer Dschungel etwas helfen und euch zu den (für euch) perfekten Kopfhörern führen.

Kleiner Tipp zum Schluss: die Bowers & Wilkins P5 Wireless sind auch bei Netzsieger.de positiv angekommen 😎

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