Wer Deadpool hört, denkt entweder direkt an Gewalt, flache Witze und kaum Tiefgang, oder er liebt Deadpool. Das Deadpool aber nicht der verblödete Superheld ist, der alles und jeden umbringt, zeigt der neuste Test zu einem Deadpool der etwas anderen Art.

Band 1: Lust und Hiebe

Zu Beginn bekommen wir es mit Agent Bob zu tun. Hammerhead muss ausgeschaltet werden und dazu beschattet Agent Bob seine Leute. Er macht die Drecksarbeit, während Deadpool von Hammerheads Leuten erledigt wird. Wie diese erste Geschichte sich auflöst, lest ihr bitte selbst, die Folge ist der rote Faden durch den Comic. Agent Bob bekommt Aufträge und macht die Vor- und Hauptarbeit, während Deadpool mit einem Wisch durchgeht und die Lorbeeren abholt.

In der nächsten Episode sehen wir Inez die wie die Psychologin von Deadpool scheint. Sie sagt zu ihm anzügliche Dinge, die Deadpool meint sich einzubilden. Einen Rückblick der Vergangenheit gibt es on Top und damit gibt es eine sehr amüsante Geschichte.

Die nächste Geschichte – ihr merkt schon Kurzgeschichten, im Rahmen der Geschichte rund um Bob und Deadpool – geht es um den Ku-Klux-Klan und Nazis. Man bekommt eine merkwürdige Meinung und Sicht auf das Weltgeschehen geboten. Diese kommt von Baron Helmut Emmerich Zemo. Und was dann passiert sollten Deadpool Fans erahnen.

Nicht alle Geschichten möchte ich hier auflisten, nur noch die Antagonistin Taskmaster und die Pfadfinder Vergangenheit von Wade Wilson möchte ich positiv erwähnen. Zu letzt der Auftritt von Domino.

Mein Comic Senf

MAX ist die Comic Reihe von Marvel die klar darauf abzielt von Erwachsenen gelesen zu werden. Reifer, Gewalttätiger und sexuell Anstößiger, kommen diese Comics daher. Und da sollte sich ja ein Deadpool wohl fühlen.

Kyle Bakers Zeichnungen werde ich sicher nicht als schön bezeichnen, aber sie fallen auf. Sie sind besonders und stehen dem Band hervorragend. Das sorgt für etwas Abwechslung im Superhelden Comic Einheitsbrei. Leicht verwaschen und überzeichnet sieht nicht alles biologisch korrekt aus. Zum Beispiel dreht sich einmal Hammerhead um und man muss erst mal verstehen, warum der Kopf und das Gesicht so verschoben ist.

Der Kurzgeschichten Charakter mit einer roten Linie ist gut gelungen und sorgt für das Verlangen nach mehr. Deadpool ist zwar Titelgebend und die Hauptperson, dennoch gibt es einige Seiten am Stück ohne seine Visage.

Das Ende ist eine Mischung aus „Happy End“ und „das geht doch sicher weiter“. Oder anderes formuliert: ein Cliffhanger der einem nicht unter den Fingern juckt. Auf jeden Fall, ein Ende was mich zum zweiten Band treibt. Insgesamt eine echte Überraschung und eine absolute Empfehlung!

Erscheinungsdatum: 28.08.2017
Format: Softcover
Seiten: 148
Autoren: David Lapham
Zeichner: Kyle Baker
Stories: Deadpool MAX 1-6

Meine Wertung:

vollvollvollvollhalb

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Veröffentlicht von Vincisblog

Softwaretester, Technikaffin, Comicnerd und vieles mehr. Gerne auch etwas kleinkariert.

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