Wenn Helden älter werden und aus einem bestimmten Grund wieder in ihr altes Kostüm schlüpfen müssen, könnte es spannend werden. Diesen Plot kennen wir von Batman und von Spider-Man. Ebenfalls in diesem Bereich möchte Daredevil sein Unwesen treiben.
Dieser Comic wurde mir von Panini Comics als Rezensionsmuster zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Die Bewertung des Comics findet aber in üblicher Vincisblog Qualität statt.
Der Plot
Jahre sind vergangen und der ehemalige Held Daredevil ist ein alter Mann ohne echte Superheldenkräfte – nicht mehr. Jener Matt Murdock ist auf einem Friedhof. Mit der Fähre fährt er zurück. Er wird von einem Obdachlosen angegriffen.
Nach einer Explosion sind Teile seiner Kräfte wiederhergestellt, er ist damit aber nicht alleine. Ein ebenfalls Bekannter ist gefangen. Die Kräfte kommen und gehen bei Daredevil, der in einem zusammengeflickten Kostüm mehr über einen mysteriösen Boss herausfinden möchte.
Weitere altbekannte Gesichter kreuzen den Weg von Daredevil. Nicht alle sind ihm freundlich gesinnt. Was ist damals passiert, dass die Welt so ist, wie sie ist? Ist Daredevil zu alt, um es mit dem Boss aufzunehmen? Was plant der Boss?
Mein Comic Senf
Ist das hier Old Man Daredevil oder die Rückkehr des roten Ritters? Die Vergleiche kommen einem in den Sinn, aber das stimmt hier nicht. Das beginnt damit, dass sich der Comic sehr wenig mit der zukünftigen Welt beschäftigt. Ja, es wird gezeigt, aber nicht so tief besprochen.
Gemeinsam mit dem sehr speziellen Zeichenstil, braucht der Comic bei mir recht lange, bis ich eine Art Flow erreichen konnte. Was wollte der Künstler erzählen? Eine Frage, die deswegen aufkommt, da es kaum Tiefe aufweist. Ob das hier Daredevil oder irgendjemand anderes ist, spielt weitestgehend keine Rolle.
Total verrückt empfand ich den “mysteriösen” Boss. Man bekommt Dinge gezeigt und denkt sich: Das muss ein absolut krasser Typ sein. Wer könnte so etwas tun? Ist es vielleicht sogar ein Held? Und dann? Nichts war’s. Das war wirklich verschenkt.
Schön fand ich die vielen Auftritte von Personen aus dem Daredevil-Kosmos. Das dürfte einige Fans positiv stimmen, aber es ist wahrlich nicht genug, für einen guten Comic. Es tut nicht weh und ist ganz nett. Große Comickunst sucht man hier vergeblich.
Meine letzten Worte:
Was will uns der Künstler sagen
Review
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Story - 5/105/10
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Zeichnung - 4/104/10
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Einsteigerfreundlich - 5/105/10
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Gesamteindruck - 4/104/10
Daredevil - Ein kalter Tag in der Hölle

Erscheinungsdatum: 02.12.2025
Format: Softcover
Seiten: 104
Autor*innen: Steve McNiven, Charles Soule
Zeichner*innen: Steve McNiven
Übersetzer*innen: Bernd Kronsbein
Preis: 14,00 €
Stories: Daredevil: Cold Day in Hell (2025) 1-3



