Die Absolute Reihen von DC sind in vielerlei Hinsicht herausragend. Sie dominieren den Comicmarkt – in den Verkaufszahlen – und bringen etwas Neues und Akzeptables im alten Superhelden-Kosmos. Die Überraschung soll Martian Manhunter sein, zu Recht?
Dieser Comic wurde mir von Panini Comics als Rezensionsmuster zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Die Bewertung des Comics findet aber in üblicher Vincisblog Qualität statt.
Band 1: Wahrheit gegen Wahn
John Jones ist im Krankenhaus. Irgendwas ist offensichtlich passiert. Er kann großes Glück haben, viele Gedanken gehen durch seinen Kopf. John kann mehr hören, als was die Leute sagen. Er möchte nicht von seinem Job beim FBI freigestellt werden.
Seine Erinnerungen werden hochgedrückt – „Wir sind der Martian Mind**er“. Sein Gedankenlesen wird stärker und Obdachlose sterben. Die weißen Marsianer kommen ihm in den Sinn, genau wie Feuer und Rauch. Aber was hat das alles miteinander zu tun?
Bridget – die Ehefrau von John – fühlt sich nicht gesehen, auch was ihr Kind anbelangt. Sie kennt John nicht mehr, und das schon länger. Ein Stromausfall und vergiftete Lebensmittel mit geheimen Zutaten bringen weitere Kuriositäten ans Licht. Middleton wird zum Schlachtfeld.
Mein Comic Senf
Auch diese Serie habe ich zuvor im Englischen gelesen. Was auffällt, ist der Zeichenstil und die kreative Gestaltung. Das ist so besonders, dass ich alleine deswegen einige Hefte im Original gelesen habe. Ohne Inhalt ist das schon ein Kaufargument, so ehrlich bin ich.
Zugänglich war und ist der Comic aber nicht. Es ist sehr verkopft. Man bekommt mehr Gefühle als Handlung entgegengeworfen. Die Brocken, die man versteht, machen Lust auf mehr. Der Titel im Deutschen – Wahn und Wahrheit – steckt tatsächlich in den Seiten. Manchmal mag ich das, aber man muss sich Zeit nehmen und offen sein.
Da ich die Figur kenne – besonders von New Frontier – muss ich sagen, dass auch hier die „Alternative“ – Variante, gar nicht mal so alternativ ist. Es ist so ähnlich, dass man es als andere Interpretation wahrnimmt. Da aber viele die Figur nicht kennen, fällt das nicht auf. Und ja, es gibt einen Unterschied, denn es sind streng genommen eher zwei Personen, das Ergebnis wird aber ähnlich sein.
Ähnlich wie bei Absolute Flash ist es hier ein großer Vorteil, dass man direkt etwas mehr Hefte bekommt. Die Geschichte braucht etwas. Sie ist in gewisser Weise schon eher spannend, aber man könnte sie als Lesender „vergessen“ und dann schlicht nicht weiterkaufen. So bleibt sie mehr im Kopf.
Meine letzten Worte:
Herausragendes Artwork
Review
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Story - 7/107/10
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Zeichnung - 9/109/10
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Einsteigerfreundlich - 8/108/10
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Gesamteindruck - 8/108/10
Absolute Martian Manhunter 1

Erscheinungsdatum: 27.01.2026
Format: Softcover
Seiten: 152
Autor*innen: Deniz Camp
Zeichner*innen: Javier Rodriguez
Übersetzer*innen: Carolin Hidalgo
Preis: 20,00 €
Stories: Absolute Martian Manhunter 1-6



