[Comic] Sara – Tod aus dem Hinterhalt

Im letzten Monat hat uns Panini mit Sentient von Jeff Lemire und Gabriel Walta bereits den ersten TKO Titel gebracht. Jetzt folgt mit Sara РTod aus dem Hinterhalt der nächste Band. Diesmal von Garth Ennis und Steve Epting. Nachdem Weltraum folgt nun ein Krieg als Szenario.

Dieser Comic wurde mir von Panini Comics als Rezensionsmuster zur Verf√ľgung gestellt. Vielen Dank daf√ľr! Die Bewertung des Comics findet aber in √ľblicher Vincisblog Qualit√§t statt.

Der Plot

Es ist 1942, der zweite Weltkrieg ist im vollen Gange, ein Ende ist nicht in Sicht und der Winter in Leningrad, Russland ist hart. Sara ist eine von 7 Frauen die sich in dieser Zeit ebenfalls Seite an Seite mit Männern im Krieg gegen die Fritzis stehen.

Valery Zelenkov soll den Frauen – in erster Linie Sara – mehr √ľber das dasein als Scharfsch√ľtze nahebringen. In der Folge schnellen die Zahlen ihrer Opfer in die H√∂he und sie ist als die Rote H√ľndin bekannt. Ein guter Zeitpunkt mal eine Information √ľber das Heimatdorf von Sara in Erfahrung bringen.

Was dort passiert ist, treibt Sara an und sie wird mit den anderen Frauen zu Heldinnen. Aber was ein guter Scharfsch√ľtze auszeichnet, kann auch schnell andersrum laufen und so beginnt ein Kapitel voller Leid. Nicht alles ist wie es scheint und dann erwartet uns schon das Ende.

Mein Comic Senf

Bevor ich diesen Comic angefangen habe, war ich etwas zerrissen. Zum einen bin ich kein großer Freund von vielen Darstellungen von Krieg in diversen Medien. Es wird oft glorifiziert und als Ehre betitelt, etwas was mir ein wenig abgeht. Auf der anderen Seite gefallen mir in Medien die Darstellung der Opfer und des Leids welche durch Kriege ausgelöst werden (nicht das Leid als solches, ich hoffe ihr versteht was ich meine).

Dazu kommt der Autor Garth Ennis und das wunderh√ľbsche Cover. Ich habe mich dann f√ľr diesen Comic entschieden und so viel vorab: ich habe es nicht bereut. Nein wir bekommen hier kein Moralapostel oder eine Darlegung wie schlimm Krieg ist – zumindest wird man nicht darauf gestossen.

Faszinierend empfand ich die Tatsache das man mal nicht die Sicht der US-Amerikaner bekommen hat, sondern der Russen. Eher ungewöhnlich, da Autor und Zeichner eben keine Russen sind. Aber wie sooft geht es (berechtigterweise) gegen Deutschland.

Ein Panel hat mich direkt umgehauen. Es geht um die Gleichheit zwischen Mann und Frau und das was die Frauen alles machen k√∂nnen, wenn nachdem Krieg Gleichheit herrscht. Wir schreiben das Jahr 1942!!! Und dann? Dann fr√§gt eine andere Frau: „Welcher verr√ľckter w√ľnscht sich das Ende des Krieges?“. Das war der Moment des Comics f√ľr mich.

Der Zeichenstil (vor allem zum Start) ist okay, mit der Zeit wird der Stil besser Рoder man gewöhnt sich daran. Zum Schluss finde ich den Comic optisch sogar richtig gut und kann nicht viel bemängeln. Die Kolorierung ist gut, aber nicht so stark wie bei dem Cover.

Insgesamt ist der Comic durchaus eine Empfehlung, aber nat√ľrlich bei weitem nicht f√ľr jeden geeignet. Wer mit Krieg nichts anfangen kann, braucht hier nicht reinzuschauen. Alle anderen werden den Kauf sicher nicht bereuen und werden dabei gut unterhalten.

Meine letzten Worte:

Gleichheit von Frau und Mann

Review

  • 7/10
    Story - 7/10
  • 7/10
    Zeichnung - 7/10
  • 8/10
    Einsteigerfreundlich - 8/10
  • 7/10
    Gesamteindruck - 7/10
7.3/10

Sara - Tod aus dem Hinterhalt

Erscheinungsdatum: 23.02.2021
Format: Hardcover
Seiten: 156
Autor*innen: Garth Ennis
Zeichner*innen: Steve Epting, Elizabeth Breitweiser
√úbersetzer*innen: Matthias Wieland
Preis: 25,00 ‚ā¨
Stories: Sara 1-5

* Erklärung

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