[Test] iPhone 6s Plus

Nachdem Apple letztes Jahr den Nimbus des „No one buy a big phone“* Mythos gebrochen hat, folgte dieses Jahr das „übliche“ S-Modell. Das bedeutet meist Produktpflege, also gleiches Design, mit neuen Elementen unter der Haube. Was das iPhone 6s Plus kann, und was es nicht kann, erfahrt ihr hier.

Warum ein iPhone 6s Plus?

Fangen wir mit einer recht polemischen Frage an. Einige die mich etwas länger kennen werden sich verwundert die Augen reiben und laut schreien „Ein iPhone? DU?“. Lange war ich für viele ein Apple Hater, Rückblickend würde ich es nicht ganz so krass formulieren, aber ist der Ruf erst einmal ruiniert…

Mein Daily Driver ist knapp 1 Jahr alt und von der Hardware noch immer ein wahrer Traum. Es handelt sich dabei um ein HTC One M8. Leider wurde das Betriebssystem immer mehr zur Hürde. Vor allem das Update auf Lollipop machte vieles deutlich schlechter. Es soll sich hier, aber nicht um Android drehen (wer trotzdem zwei drei Takte lesen will, kann hier weiterlesen). Fakt ist, ich wollte mal was anderes testen und Windows Phone (oder Windows 10 Mobile) ist leider für mich nur eine Randnotiz. Hintergrund: die Appauswahl und die mangelnde Wearable Unterstützung. Da ich bei iOS, die Appauswahl und die Wearable Unterstützung – die ich bereits vom iPad und diversen Trackern kenne – schätze, fiel die Auswahl auf ein iPhone.

Zweiter Teil dieses Blocks: warum das Plus und nicht das „normale“ iPhone? Hier ist die Antwort leichter: das iPhone 6s ist mir schlicht zu klein. Das Plus ist zwar groß, und ich wäre mit 5 oder 5,2 Zoll durchaus zufriedener, aber die gibt es halt nicht.

Dritter Teil: Zum ersten Mal bietet Apple 4 Farben an. Also warum die Farbe Space Grau? Ich finde den oberen Bereich vom iPhone nicht so prall. Die Lautsprechermuschel, darüber der Näherungssensor und links die Frontkamera. Besonders fällt dies bei der weißen Version auf. In der schwarzen Front ist der Näherungssensor quasi unsichtbar. Da bei den Farbe Silber, Gold und Rosé Gold die Front weiß ist, blieb nur Space Grau übrig.

Damalige Kritik

Was waren denn die Punkte warum ich früher Apple und ihre iPhones kritisiert habe?

Preis!

In meinen Augen verlangt Apple zu viel für das Gebotene. Das hat sich auch immer noch nicht geändert. Ich will aber nicht in das Horn blasen „Das Gerät kostet in der Herstellung XYZ Euro und dann so und so viele Euro mehr im Verkauf“, denn mir ist die Marktwirtschaft und die Bestimmung des Preises durchaus bewusst. Trotz allem, ist und bleibt ein iPhone Luxusgut. Dafür ist das Telefon auch sehr Preisstabil, wer es gut pflegt, kann es noch Jahre später für gutes Geld verkaufen.

Displaygröße!

Was einige gut fanden – und immer noch gut finden würden – ist für mich nicht mehr Zeitgemäß. Und zwar die 3,5 beziehungsweise 4 Zoll. Wie oben schon beschrieben ist mir schon das „normale“ iPhone 6s Modell zu klein. Mit dem Plus Modell wurde dieses Problem beseitigt.

Eingeschränktes Betriebssystem!

Man fühlt sich gefangen, friss oder stirb, gefällt dir das Design nicht, hast du halt Pech. Du willst etwas anderes Einstellen (z.B.: Tastaturfarbe, Schriftart, Icons), dann bist du hier falsch. Das gilt noch immer, aber iOS ist besser geworden. Man kann es mehr seinen Wünschen anpassen, auch wenn nicht so stark wie unter Android.

Schlechte Technische Ausstattung!

Immer noch ist das iPhone „hinter“ der Zeit. „Nur“ Dualcore Prozessor und 2 GB Arbeitsspeicher, der Akku ist winzig und NFC gibt es nur mit Apple Pay. Kabelloses Laden gibt es auch nicht. Aber dafür hat Apple ein Gerät im Peto was Software- und Hardwareseitig auf einander abgestimmt ist. Es gibt Momente da schaute ich mein „altes“ Telefon an und fragt es „Du hast wirklich einen 4-Kern-Prozessor in dir? Sicher?“. Gemerkt hat man das nicht immer. Die anderen Punkte sind teilweise immer noch aktuell, aber man muss sagen, wenn Apple etwas in das iPhone aufnimmt, wird es meist besser umgesetzt.

Bevor wir mit dem tatsächlichen Test beginnen, will ich noch darauf hinweisen, dass ich oft den Vergleich zu meinem „alten“ Daily Driver heranziehe. Ich weiß das es in diesem Test primär um das iPhone gehen soll, aber man vergleicht so oder so mit den Vorgängern, das macht ihr bei einem neuen Gerät sicherlich auch. Also wundert euch nicht, wenn ihr ab und an einen Schwank vom HTC One M8 lest.

Zweiter Hinweis: Der Test ist ziemlich lang, nehmt euch die Zeit! Man muss nicht alles an einem Tag lesen, der Artikel wird noch einige Zeit online sein 😉 .

*) Zitat von Steve Jobs

Verpackung

Das iPhone steckt in einer Apple typische Verpackung! So oder so ähnlich, kann man die Verpackung beschreiben. Eine weiße Papppackung mit einer Folie hatte ich erhalten. Die Folie war schnell ab und der obere Teil der Packung konnte hochgehoben werden. Vorsicht: wie bei allen iPhones kann das untere Teil schneller runter fallen als einen lieb ist und dann ist im Zweifel das iPhone schon vor dem ersten Anschalten Schrott. Fast komplett den Karton füllend schaut einem das iPhone an. Eine Doppelfolie um Vorder- und Rückseite umhüllt das Gerät. Einen netten Spruch aka „I’m the One you’ve been waiting for“ vom One X ist nicht auf der Folie gedruckt. Unter dem iPhone gibt es eine kleine Öffnung die sich anheben lässt. Es handelt sich dabei um ein Pappschuber mit einer Gewährleistung, Quickanleitung (jeweils in mehreren Sprachen) und zwei Apple Logo Aufkleber. Ebenfalls am Pappschuber ist die Klammer zum Öffnen des SIM Schachtes enthalten. Unter den Pappschuber befindet sich das Netzteil, das Ladekabel und die Kopfhörer. That’s it! Reicht ja auch 🙂

Kleine Anmerkung: Das Telefon ist auf der Front der Packung abgebildet und leicht erhaben, sodass man das iPhone „erfühlen“ kann.

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3D-Touch / Display

Während ich auf das iPhone gewartet hatte, wuchs in mir immer mehr die Lust auf 3D-Touch. Eine Funktion die ich vorher nur belächelt und als „Quatsch“ abgetan habe. Aber wie konnte ich meine Meinung schon vorher ändern? Testberichte, Videos und Kollegen! Aber was ist 3D-Touch überhaupt? Es handelt sich um eine Technologie die das Display in die dritte Dimension hebt. Nicht nur die Position, die Dauer und die Anzahl der Finger wird erkannt sondern auch wie stark gedrückt wird. Apple hat das bereits in den MacBooks im Touchpad und bei der Apple Watch unter dem Namen ForceTouch präsentiert. Auch Huawei hat schon eine ähnlich Funktion vorgestellt. Aber ehrlich, nicht wer es zuerst gemacht hat, sondern wer kann es am besten, ist entscheidend.

Ich hatte ein 6s in der Hand und habe Fest aufs Display gedrückt. 2-3 Versuche habe ich gebraucht, um zu verstehen das Festdrücken, nicht lange drücken ist. Als Feedback bekam man eine Art Vibration an der Stelle an der man Fest gedrückt hat. So wird das Erlebnis noch runder.

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Aber warum sollte ich feste drücken wollen? Für „Peek„, „Pop“ und „Quick Actions„! Peek ist quasi eine Vorschau, ob nun von Emails, Links oder Kalendereinträgen. Pop ist dann der nächste Schritt. Also man macht ein „Peek“ auf eine Email und drückt dann noch stärker um „Pop“ auszulösen, sodass die Email komplett geöffnet wird. Quick Actions ist vergleichbar mit einem Kontextmenü bzw. der Rechtsklick auf einem Windows PC. Fester auf eine App klicken und schon tauchen – wenn für die App verfügbar – die Quick Actions auf. So kann zum Beispiel direkt die Frontkamera starten.

Um noch mehr über 3D-Touch zu lesen, einfach mal bei Apple reinlesen.

Aber mal ganz ehrlich ist das ein gutes Feature? Oh ja! Auch wenn es noch in den Kinderschuhen steckt. Einen Podcast mit einem starken Druck auf das App Icon und einem weiteren Klick (auf den jeweiligen Pod) starten, ist schon mehr als nur ein bisschen komfortabel.

Mal kurz in die Email rein reingeschaut (Peek) und dann nach links oder rechts gewischt (zum gelesen markieren oder zum Löschen), oder sogar nach oben wischen zum Antworten oder weiterleiten. Echt praktisch!

Auf einem nicht 3D-Touch-fähigen Gerät, kann man via Zwei Finger auf der Tastatur, den Cursor bewegen. Mit 3D-Touch ist dies mit einem starken Druck möglich. Für mich ist 3D-Touch nicht nur irgendein Feature, sondern das Feature.

Das Display löst mit 1920 x 1080 Pixel bei 401 ppi auf. Das heißt es handelt sich „nur“ um eine Full HD Auflösung. Da das M8 mit der gleichen Auflösung auf 5 Zoll kommt, ist die Pixel per Inch Anzahl sogar mit 441 besser. Wieder ein Punkt von oben und der „schlechteren“ technischen Ausstattung. Das Plus hat ein typisches Kontrastverhältnis von 1300:1.

Aber ist das Display deswegen schlecht? Nein! Besonders ist dass das Display näher an der Scheibe ist und somit auch „näher“ aussieht. Insgesamt ist das Display das gleiche wie beim iPhone 6 Plus.

Geschützt wird das Display von einem Ion-X-Glas. Dies soll laut Apple sogar das stabilste Display-Glas der Smartphone Branche sein. Nach mehreren Tagen sieht das Display unglaublich sauber aus. Meine vorherigen Erfahrungen waren oft so, dass das Display schnell mit Fettfingern und Schlieren übersäet waren. Davon ist bisher nichts zu sehen, ich verwende keine Folie.

P.S.: Diese Schutzschicht löst sich aber mit der Zeit und dann sieht das iPhone aus, wie jedes andere Smartphone.

Vearbeitung / Design

HTC hat sich in den letzten Jahren bei ihrer Hardware – in meinen Augen – einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Die Gerät liegen super in der Hand, fühlen sich wertig an und sind durch die Wahl des Werkstoffes Aluminium, hervorragend verarbeitet. Wenn es ein Gerät gibt, dass das iPhone in dieser Kategorie alt aussehen lässt, dann ein HTC Gerät. Tatsache!

Große Probleme – oder sagen wir eher mit negative Berichten – hatte Apple mit dem iPhone 6 Plus zu kämpfen. Das „Bendgate“ war geboren. Ich werde keinen Biegetest machen, aber erwähnen was Apple dagegen getan hat. Das Alu-Unibody wird aus einer sogenannten 7000er Legierung hergestellt. Zu dem Aluminium wird ein gewisser Anteil Zink gemischt, dieser machte es besonders robust. Unter anderem wird diese Legierung in der Raumfahrt, beim Flugzeugbau oder bei Fahrrädern verwendet. Es wirkt sehr stabil und fühlt sich gut an. Der Unterschied zum M8 ist deutlich, aber ich tu mich schwer zu sagen welches Telefon da „besser“ ist. Beide sind sehr edle Telefone. Mit der Zeit ist die Rückseite dreckig. Mit etwas Wasser lässt sich dies aber Beseitigen. Das selbe kannte ich bereits vom M8, natürlich sollte man bei der „Behandlung“ beachten, kein direkten Wasserstrahl auf das Gerät zu geben 🙂

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Es soll Leute geben die finden die Herausstehende Kamera eine Design Katastrophe. Ganz so weit würde ich vielleicht nicht gehen, aber es ist schon nicht die beste Idee. Ehrlicherweise stört es mich aber weniger, als gedacht. Beim „Tasten“ ist es vom Vorteil um schnell oben und unten zu unterscheiden – ohne Hinzuschauen versteht sich. Das Problem mit dem „Kippeln“ auf dem Tisch finde ich nicht so schlimm wie erwartet. Da war ein Schreiben auf dem Tisch mit dem M8 deutlich schwieriger. Das iPhone kippelt nur wenn man direkt auf die obere linke Ecke drückt. Also kein schlimmer Punkt, den die Tastatur ist unten.

Beim Befühlen von der iPhone Rückseite, ist mir aufgefallen, dass man die Antennenstreifen spürt. Das ist beim M8 nicht so. Das ist weder schlecht noch gut, einfach nur eine Feststellung.

Noch zu erwähnen, die Tasten (Powerbutton; Laut und Leiser; Homebutton) haben gute Druckpunkte, besonders die ersten Drei fühlen sich sehr wertig an. Der Homebutton ist beim Drücken etwas laut, aber sonst absolut in Ordnung. Der Kippschalter über den Lautstärke Tasten ist ebenfalls hochwertig verarbeitet.

Lautsprecher / Kopfhörer

Auch hier muss Apple sich meinen Vorgänger geschlagen geben. BoomSound ist einfach das Maß aller Dinge in der Branche. Und wenn man dann auch noch nur ein Lautsprecher, an der Gehäuseunterseite anbringt, ist man Chancenlos, richtig? Richtig! Die Lautsprecher im iPhone sind gut, aber dumm platziert. Ab und an habe ich mit den Fingern bzw. der Hand den Lautsprecher verdeckt. Meist suchte ich dann die Lautstärke-Tasten um den Ton lauter zu stellen, bis ich merkte „nur verdeckt“.

Die Lautsprecher können aber tatsächlich ziemlich laut Töne abgeben, das hat mich überrascht. Ein kleines „Plärren“ ist zu vernehmen, aber nicht ganz so schlimm, wie bei anderen Herstellern. Die BoomSound Lautsprecher von HTC sind hier aber deutlich vorne. Das sollte nicht überraschen. Aber ehrlicherweise ist das auch nicht das Wichtigste, schließlich renne ich nicht durch die Bahn und beschalle alle anderen. Zumal die BoomSound Lautsprecher einiges an Platz einnehmen.

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Beim Telefonieren konnte ich meinen Gesprächspartner gut verstehen. Es war alles klar und deutlich.

Die mitgelieferten Kopfhörer bleiben vorerst Original verpackt, den meine eigenen Kopfhörer, überbieten sie wohl ohne weiteres (siehe Test). Aber was da aus dem Audioausgang kommt, kann man sehr wohl bewerten. Und was soll ich da sagen? Der Ton klingt – je nach Musikstück – richtig gut (aber ich glaube das liegt mehr an den Kopfhörer, als am iPhone 😉 ). Schön ist das ich die am Kabel angebrachte Fernbedienung endlich komplett benutzen konnte. Sehr geil! Übrigens bei eingesteckten Kopfhörern wird auf dem Lockscreen ein Icon für Musik angezeigt. Wenn man dort drüber wischt, startet die Musik-App direkt. Beim späteren anstecken, wurde Deezer anstelle von der Musik App angezeigt.

Sollte man die Musik über einen Schwellwert lauter stellen, wird der Bereich erst gelb und dann rot angezeigt um zu Symbolisieren, das es zu laut ist.

TouchID / Homebutton

Ein anderer Punkt der mich in den letzten Jahren immer wieder angefixt hat: der Fingerprintsensoren. Ich war immer hin und her gerissen. Auf der einen Seite, ist es einfach und – wenn gut umgesetzt – ziemlich schnell gemacht, um sich einzuloggen. Aber auf der anderen Seite ist der Fingerabdruck etwas zu sensibles um es einfach so her zu geben. Apple betont seit jeher das der Fingerabdruck nicht für Apple oder für Dritte abrufbar ist. Ob das stimmt oder nicht kann man wohl nicht rausfinden, aber fakt ist: ich finde mein Fingerabdruck ist in einem iPhone sicherer als bei einem Android Telefon (Stichwort: Google die Datenkrake).
Funktioniert der Touch ID Sensor im 6s Plus gut?

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Angefangen habe ich mit nur einem Finger, dieser wird schnell und zuverlässig erkannt. Andere Finger – egal ob von mir oder von anderen Personen – sorgen nie dafür das dieser als gültig erkannt wird. Weil hier jeder Winkel eingescannt wird.

Das Einrichten ist sowohl optisch als auch funktionell gut gelöst, sicherlich ein Grund, warum der Finger, später so gut erkannt wird.

Um den Sperrbildschirm überhaupt noch zu sehen empfiehlt es sich, entweder den Powerbutton zu verwenden, oder einen anderen Finger auf den Homebutton zulegen. Tut man das nicht, ist man schneller eingeloggt, als einem lieb ist.

iOS

Es soll hier nicht primär um iOS gehen, für mehr Details könnt ihr hier weiterlesen. Aber trotz allem sei eine kleine Ecke, dem mobilen Betriebssystem von Apple gewidmet. Und auch hier will ich kurz ein paar Worte zu meinem Vorgänger verlieren. Den das Betriebssystem ist überhaupt der Grund, warum ich „schnell“ weg wollte und etwas anderes Testen wollte. Also ist das hier eine wichtige Kategorie.

Die Appauswahl ist ähnlich der von Android. Aber die Qualität der Apps ist deutlich höher. Sie sehen meist gut aus und lassen sich schnell bedienen. Das Apple es bevorzugt seine Kunden „Den Weg“ vorzugeben, ist bekannt. Das sorgt für gute Abstimmung zwischen Hard- und Software. Aber es sorgt auch für Einschränkung und Bevormundung. Aktuell bin ich mit iOS zufrieden, ob das so bleibt, wird man sehen.

Kamera / Fotos

Diese Kategorie ist mir nicht die Wichtigste bei einem Smartphone, aber für einen kleinen Schnappschuss, sollte eine Smartphone Kamera herhalten können. Zumal einige die Kamera nicht als wichtig ansehen, ärgern sie sich dann doch, wenn sie ein gutes Foto verpassen, weil die Kamera zu langsam oder das Bild mies ist, weil die Kamera zu schlecht ist. Kann das iPhone gute Schnappschüsse – vielleicht sogar Fotos – schießen?

Nach langer Zeit hat Apple an der Megapixel Zahl gedreht. Hinten gibt es 12 und vorne 5 Megapixel. Ich kenne zwar die „alten“ iPhones nur aus Tests, aber 5 Megapixel vorne sind absolut nötig. Der restliche Megapixel-Wahn ist nicht immer sinnvoll, dafür verweise ich Liebevoll an die 4 „Ultrapixel“ vom M8. Gegen der Aussagen von anderen, fand ich die Kamera durchaus akzeptabel – vor allem bei wenig gut beleuchteten Umgebungen.

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Ein kleines Feature von der iPhone Frontkamera, ist ein Blitz. Ein Blitz? Wenn man in einer dunklen Umgebung, ein „Selfie“ schießen möchte, bekommt man oft nur ein unterbeleuchtetes Bild. Das ist mit dem iPhone 6s vorbei. Das Display „blitzt“ hell auf, umso ein helleres Bild zu erzeugen. Die Idee ist echt gut.

Im ersten Test, konnten beide Kameras in der Dunkelheit Bilder schießen. Man konnte sogar was erkennen. Der „Frontblitz“ ist demnach durchaus zu gebrauchen.

Frontkamera ohne „Blitz“

Frontkamera mit „Blitz“

Ebenfalls ein interessantes Feature, ist die Live Foto Funktion. Damit werden vor und nach dem Klick auf den Auslöser, ein kleines Video aufgenommen. So kann man in der Foto App mit 3D-Touch das Bild bewegen. Mal abgesehen von dem 3D-Touch, ist es aber keine neue Funktion. HTC und Nokia haben dies schon vor Jahren ähnlich implementiert. Aber wieder sei gesagt: nicht wer es zuerst macht, entscheidet, sondern wer es gut macht.

Auch interessant ist, das man nun Videos in 4K drehen kann. Das Plus Modell verfügt wieder – so wie in der letzten Ausgabe – über einen Bildstabilisator, so dass Verwacklungen abgefangen werden können.

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Alles im allen sind die Fotos schnell im Sack, die Kamera App leicht zu bedienen und die Qualität der Bilder ist okay. Man kann weit rein zoomen, aber teilweise sind die Bilder unscharf bzw. körnig.

Akku

Löblich war der erste Start. Denn das Telefon hatte über 60% Akku. Das sollte zwar Standard sein, ist es aber nicht immer. So kann man gut mit dem Telefon rumspielen, ohne gleich das schlechte Gefühl des „zu kleinen“ Akkus zu bekommen.

Nach den ersten Tagen musste ich feststellen, dass der Akku sogar den Akku des M8 toppt. Dieser hielt meist zwischen 24-38 Stunden. Das iPhone war nach 30 Stunden (bzw. 9 Stunden Nutzung) bei 35%. An die Steckdose musste das iPhone dann, nach 40 Stunden und 13 Stunden aktiver Nutzung, sehr geil! Das Vollladen des Akkus ist aber ähnlich – und mit knapp 3 Stunden – ziemlich lang.  An einem intensiven Tag, hatte ich aber auch den Akku, an einem Tag leer bekommen. Dazu muss aber das Display lange an sein und viel gemacht werden (am besten große Dateien herunterladen). Kleiner Tipp für die, die nicht warten können. Mit einem iPad Netzteil (man muss nicht unbedingt ein iPad kaufen, man kann auch nur das Netzteil kaufen), ist die Ladedauer nur knapp 2 Stunden.

Insgesamt hat mich der Akku absolut überzeugt. Lustig ist das Apple wahrscheinlich einen kleinen Psychologischen Trick eingebaut hat. Nach dem man das Telefon voll geladen hat, bleibt das Gerät ziemlich lange auf 100%. Macht einen guten Eindruck, kannte ich aber bereits vom iPad Mini.

Performance

Viele werfen in dieser Kategorie zahlen um her, Benchmark Ergebnisse und hast du nicht gesehen. Das will ich aus zwei Gründen nicht:

  1. weil es „nur“ Zahlen sind, die die Apps erst einmal erreichen müssen bzw. diverse Hersteller (egal ob vom Benchmark Test oder vom Gerät) gerne manipulieren und
  2. ich überhaupt nichts darauf gebe. Die gefühlte Geschwindigkeit ist viel wichtiger.

Und wie fällt diese beim iPhone 6s Plus aus?
Wahnsinn! Anders kann man es fast nicht sagen. Kein Ruckler, kein Hänger, alle Apps starten schnell. Geöffnete Seiten im Safari, sind auch Stunden später ohne Reload lesbar. Dies ist das Ergebnis des gestiegenen Arbeitsspeicher auf 2 GB. 2 GB? Das hat doch Android schon seit Jahren! Richtig, aber irgendwie bekommen die Hersteller es unter Android nicht so überzeugend wie Apple hin.

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Auch der neue A9 Chip trägt seine Leistung dazu bei. Es handelt sich dabei wieder um eine 64-Bit Architektur. Und wird dabei vom M9 Motion Co-Prozessor unterstützt. Dieser ermöglicht – unteranderem – das „permanente Zuhören“ von Siri via Hey Siri.

Bei allem Loben und Feiern muss ich ein wenig zurückrudern. 1-2 mal lies sich der Homerscreen nicht zurück drehen, ein kleiner Aussetzer, oder die Zukunft? Nach meinem bisherigen Eindruck, war es eine Ausnahme. Sicher, diese Kategorie muss sich über Monate bzw. Jahre beweisen, weil dann kommen erst die „Probleme“. Bisheriger Eindruck: Sehr gut!

Android vs iOS

Diesen Punkt wollte ich eigentlich nicht anbringen. Zu festgefahren sind die „Fan“-Lager, zu engstirnig und zu voreingenommen, sind die Meisten bei diesem Thema. Aber für alle Wechsler – egal ob von oder zu iOS – die Systeme sind schon deutlich unterschiedlicher als gedacht. Da ich schon ein iPad Mini hatte, war ich trotz allem überrascht wie anders die Bedienung ist. Es geht nicht nur um die auffällige andere Navigation (Zurück und Home Taste vs „nur“ Hometaste). Viele Dinge sind anders. Zum Beispiel der erste App Start. Es kommen dann oft „viele“ PopUps (eher negativ), die aber dann eine einfache Rechteverwaltung zum richtigen Zeitpunkt bieten (positiver Punkt).

Oder das Thema App Einstellungen. Das kannte ich schon vom iPad und trotzdem war ich irritiert. Es gibt in iOS drei Orte dafür:

  1. Einmal unter Einstellungen und dann die jeweilige App (um ein Großteil der Einstellungen pro App vorzunehmen),
  2. unter Einstellungen und Mitteilungen und dann die jeweilige App (um zu definieren wie eine App über Updates informieren darf/soll (gibt es übrigens auch bei der vorher erwähnten App-Einstellung)),
  3. und zu guter Letzt gibt es auch noch diverse Apps, die eine eigene Einstellung in der App haben (so wie Android).

Das Kontrollzentrum nimmt viel Platz ein (in etwa den halben Screen) ohne konfigurierbar zu sein. Wer den Flugmodus nicht braucht oder die Mobile Netzwerk Verbindung einschalten will, hat Pech gehabt. Die Zweigeteilte Benachrichtigungsleiste (Heute | Mitteilungen) ist ungewöhnlich, weil man es unter Android anders kennt.

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Einen anderen – nicht Standard – Klingelton auswählen (wenn man ihn nicht aus dem Store kaufen will) ist auch sehr mühselig. Nicht zu vergleichen mit Android. iTunes muss man zwingend installieren (oder über Garageband, aber dafür muss der Klingelton als Musik auf dem iPhone verfügbar sein). Die Prozedur ist dann doch etwas langwierig:

  1. App laden (für das laden von Klingeltönen)
  2. Klingelton „downloaden“
  3. iPhone an PC anschließen
  4. iTunes starten
  5. Lied auf den PC laden
  6. Und dann via Drag&Drop wieder auf’s iPhone schieben

Versteht mich nicht falsch, das mag negativ klingen, ist aber – bis auf das mit dem Klingelton – eigentlich eher als Unterschiedlich gemeint. Denn man bekommt ein anderes System, und das sollte jedem klar sein. Es ist nicht „nur“ ein anderes Smartphone.

Sonstiges

Hier will ich ein paar Worte zu Dingen fallen lassen, die mir sonst so aufgefallen sind, aber für die ein eigener Block nicht ausreichend wäre.

Vorab: was fehlt mir eigentlich im Vergleich zum M8?

  • Vollwertiges NFC! Das habe ich tagtäglich verwendet um auf Arbeit oder Zuhause schnell alles umzustellen (Mobiles Netz an, WLAN aus, SMS versenden, Lautstärke leiser, Medialautstärke aus usw.).
  • Infrarot Sensor! War ziemlich praktisch um viele Geräte ohne Fernbedienung zu bedienen, habe ich aber am Ende eher selten benutzt.
  • Wischgesten zum aktivieren des Bildschirms! Mit Doppel-Tap, hoch-, runter-, links- und rechtswischen konnte man das Display aktivieren.

Also fehlen mir die Sachen wirklich? Jein, Nein und Nein. Warum? NFC ist praktisch, aber dafür hat das iPhone einen Kippschalter, die SMS muss ich aber selber schreiben. Infrarot brauchte ich dann nicht wirklich und das Wischen ist cool, hat aber auch Nachteile (nicht gewolltes aktivieren vom Display) und funktioniert via Touch ID auch prima.

Die Appasuwahl und der App Store ist einfach nur überzeugend. Ich habe alle Apps gefunden die ich gesucht habe, und es werden beim Download auch mehrere Apps gleichzeitig geladen (was beim Play Store, leider nicht möglich ist). Die Qualität der Apps, halte ich sogar für besser als die von Android.

Kein Extrapunkt wert, aber erwähnen wollte ich es schon. Die Telefonie ist absolut nutzbar. Der Gesprächspartner konnte mich super verstehen. Also alles im Grünen Bereich. Bisher hatte ich noch nie Probleme beim Telefonieren mit Smartphones. Dabei muss man bedenken das Smartphones nur sekundär zum telefonieren gedacht sind.

Vielleicht für den ein oder anderen Interessant: die Größe! Es handelt sich um ein Phablet, also eine Gerät was zwischen Smartphone und Tablet liegt. Das sieht man sofort, Vor- und Nachteile dieser Größe sollten bekannt sein. Aber wie ist es mit dem Transport? Im Jacket ist es überhaupt kein Problem, aber auch in der Jeans – die ich trage – passt das Gerät rein ohne rauszuschauen, lediglich ein Abdruck deutet sich an. Das ist aber bei vielen Smartphones der Fall gewesen, egal ob 4,5; 4,7 oder 5,0 Zoll.

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Durch den neuen Co-Prozessor ist es nun möglich via „Hey Siri“, Siri überall mit Sprache zu aktivieren. Dies ist nicht nur möglich wenn das Gerät geladen wird, so wie früher. Im Test reagierte es nur auf meine Stimme, auch in lauter Umgebung. Wenn man weiter als 1 Meter weg vom iPhone ist, konnte ich Siri nicht aktivieren.

Der Einhandmodus war für mich ein wenig schwer zu finden. Denn man muss einen Doppel-Tab auf den Homebutton durchführen. Ich habe aber immer zwei Mal geklickt, das ist aber der App-Switcher. Um ihn zu aktivieren, muss man nur zweimal über den Homebutton wischen. Dann wird der Screen auf die untere Hälfte geschoben. Interessant, aber gebraucht habe ich den Modus bisher selten.

Ähnlich wie im Lautsprecher/Kopfhörer Bereich, ist mir ein intelligentes Feature aufgefallen und zwar merkt sich das iPhone wann ich was, wie mache. Ein kleines Beispiel: wenn ich früh ins Auto steige, wird das iPhone via Bluetooth verbunden. Ist das Telefon verbunden, wird im Sperrbildschirm unten links die Podcast App angezeigt, mit einem kurzen Wisch, ist man direkt in der App. Da ich diese immer in Kombination mit dieser Bluetooth Verbindung verwende, agiert das iPhone so wie ich es brauche, tolle Sache!

Mein Senf

Vieles im iPhone 6s Plus hat mich überzeugt. 3D-Touch ist ein super Feature, die Performance richtig gut und auch sonst gibt es kaum negative Kritik.

Am Anfang war mein Gewissen nicht ganz so einverstanden mit dem Wechsel. Das gute M8 hatte ich zum Wechselzeitpunkt gerade mal 15 Monate und ist optisch und haptisch immer noch ein richtiges gutes Gerät. Auf der anderen Seite, überzeugten mich so viele Dinge, die mir noch besser erscheinen, weil ich aktuell meine Probleme mit Android habe. Mittlerweile hat sich das Gewissen beruhigt.

Aber nicht alles ist Gold was glänzt. An die Einschränkungen und Bevormundungen muss ich mich noch gewöhnen. Auch die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit oder unter Freunden ist deutlich höher. Das können positive, aber auch negative Meinungen sein. iPhones sind Produkte, an dem sich die Geister scheiden, man liebt sie oder hasst sie. Ich versuche einen guten Mittelweg zu finden, was mir hoffentlich, schon mit diesem Test gelungen ist 😛 .

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