[Comic] Hellboy [Kompendium 1]

Lesezeit: 3 Minuten

Wie viele Seiten braucht es um im Hellboy-Fieber zu sein? Richtig sehr wenige. Ohne Witz ich habe vielleicht ein Kapitel gelesen und gesagt: das ist der Comic des Monats Mai – und es war der 2. Mai. Aber das Schlimme war zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht mal warum. Aber der Reihe nach.

Allgemein

Wer Hellboy Comics in deutscher Sprache lesen will, greift natürlich zu Cross-Cult. Dort sind aber die Hellboy Bände größtenteils vergriffen. Was tun? Einfach zu den neuen fetten Kompendien greifen. In diesem Fall werden 3 Paperbacks (Saat der Zerstörung, Der Teufel erwacht & Sarg in Ketten) in einem 448 fetten Comic verewigt. Das Ganze gibt es für 50 €.

Saat der Zerstörung

Wir erleben die Nazizeit mit dem Zauberer Grigori Efimovich Rasputin wie er ein Wunder vollbringen soll. Aus diesem Wunder entspringt Hellboy. Das ist nun 35 Jahre her. Mit seinen Kollegen Elizabeth Sherman und Dr. Abraham Sapien, geht Hellboy den Fluch der Cavendish auf den Grund. Es gibt Angriffe von Fröschen und Hellboy fällt sogar ins Bodenlose.

Rasputin möchte Hellboy zu seinen Juniorpartner machen. Es hat alles einen Sinn und so sei es Vorbestimmt. Einer der Cavendish Söhne ist ein Frosch und gegen selbigen muss er kämpfen. Es wird auch die Frage aufgeworfen warum Hellboy überhaupt da ist. Diese bleibt aber unbeantwortet.

Der Teufel erwacht

Wir befinden uns in Norwegen und erleben eine kleine Vorgeschichte. Im Hauptquartier der Behörde zur Unterschung und Abwehr paranormaler Erscheinungen hören wir die Geschichte von Vladimir Giurescu. Dieser wurde immer wiederbelebt. Und zuletzt wurde seine Leiche gestohlen, wahrscheinlich um ihn wiederzubeleben.

Natürlich ist das ein Auftrag für Hellboy. Es gibt Kämpfe, Verschwörungen, Vampire und natürlich Nazis 😳 .

Sarg in Ketten

Im letzten Bereich bekommen wir Kurzgeschichten geboten. So zum Beispiel „Der Leichnam“. Wir befinden uns in Irland. Eine Frau möchte ihr Baby zurück, das was sie aktuell hat, ist sicher ein Gnom oder ähnliches. Um das Baby zu bekommen, muss Hellboy eine Leiche „entsorgen“, was gar nicht mal so einfach ist.

Es kommt danach eine etwas andere Weihnachtsgeschichte. Anschließend gibt es „Die Wölfe von St. August“. Im Dorf Griart gibt es keinen Priester. Als ein Neuer kommt, ist dieser nicht lange unter den Lebenden. Der richtige Name des Dorfes ist eigentlich St. August und alle 7 Jahre tauchen Wölfe auf.

Dann gibt es noch „Fast ein Gigant“, die quasi Fortsetzung von „Der Teufel erwacht“. Es gibt ein Wesen was Homunkullus genannt wird. Es findet einen Gleichgesinnten und er mag Menschen nicht. Sie erschaffen Giganten und Hellboy sollte sich darum kümmern.

Mein Comic Senf

Die Zusammenfassungen müssen nicht zwangsläufig überzeugen. Der Comic tut es auf seine Art. Denn die Geschichten sind nicht sonderlich neu und kreativ. Die Umsetzung und die Erzählung hingegen schon. Es werden oft Volksmärchen als Grundlage verwendet. Was den Geschichten noch etwas mehr tiefe gibt.

Die Zeichnungen sind vielleicht nicht schön, aber unglaublich passend und einzigartig. Die Geschichte wird oft nur durch die Zeichnung erzählt, das fasziniert schnell.

Als ich den Band in die Hand nahm war ich massiv überrascht. Denn er ist fett. So einen dicken Comic habe ich wohl noch nie gesehen. Auch wenn Cross-Cult hier etwas trickst. Viele Seiten sind es zwar schon, aber das Papier ist dicker als üblich und somit bekommt der Band schnell ein noch dickeren Eindruck. Dazu gibt es ein intigriertes LesezeichenSkizzen, Covers, Kommentare und sonstige Hinweise zu den Geschichten.

Wie Einsteigerfreundlich ist denn dieses Kompendium? Wie schon zu beginn gesagt, habe ich keine Ahnung von Hellboy und ich kam blendend zurecht, soll heißen man muss nichts wissen. Und der Preis von 50 € ist sogar fast zu niedrig. Lasst euch nicht abschrecken, dieser ist gerecht und absolut legitim.

Der geschilderte erste Eindruck hielt jede Seite stand und wurde mit etwas mehr Gründen unterfüttert. Aber den Finger auf die Stelle legen und sagen: „Deswegen gefällt mir Hellboy“ ist echt nicht einfach. Es ist irgendwie alles stimmig und harmonisch. Man fühlt sich direkt wohl und Hellboy ist tatsächlich eine coole Socke. ich versuche mich mal durch die vielen Hellboy Comics durchzuwühlen und auch einige Raritäten zu ergattern, denn diese Bände steigen auch – sobald sie Verlagsvergriffen sind – massiv im Preis.

Review – COMIC DES MONATS: Mai 2018

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