[Comic] Geschichten aus dem Hellboy Universum [2]

Wer hätte das gedacht? Eigentlich war der Plan das ich mir den ersten und den zweiten „Geschichten aus dem Hellboy Universum“ Band nur digital anlese. Die Recherche war abgeschlossen, die ersten digitalen Comics bereits erworben und dann hab ich ihn gefunden: ein Angebot für Band 2, was ich einfach nicht ausschlagen konnte. Ich präsentiere meinen (wohl) wertvollsten Comic.

Lobster Johnson: Die brennende Hand

Ein Paar kommt aus einem Kino und findet einen Mann gefesselt vor. Er ist skalpiert. Es folgt ein Angriff von Indianern. Lobster Johnson kommt zur Hilfe und hinterlässt sein Markenzeichen. Ist das mit den Indianern alles nur ein Ablenkungsmanöver?

Arnold Wald möchte Geld verdienen und aus dem Viertel, die Leute vertreiben. Als dann auch noch ein schwarzes Feuer – welches nicht löschbar ist – aufkommt, wird es nicht einfacher. Lobster versucht die Fährte aufzunehmen.

Die Cover der einzelnen Hefte gefallen hier sehr gut und entstammen Filmplakaten aus der Zeit. Tonci Zonjic – der Zeichner der Hefte – findet besonders das BLAM gut. Warum? Es soll laut Interview im kroatischen Scham heißen.

Hellboy: Haus der lebenden Toten

In dieser Kurzgeschichte ist Hellboy im Jahre 1956 in Mexiko als Wrestler unterwegs. Er bekommt ein Angebot für einen Kampf – gegen Geld versteht sich. Er lehnt ab, weil der Preis zu hoch ist, und damit kann es kein moralisches Angebot sein.

Die Folge: er wird erpresst, sonst stirbt ein Mädchen. Gegen einen Frankenstein ähnlichen Kämpfer geht es dann über zu Werwölfen, dem Tod und eine Gruft. Der Kurzgeschichtenstil der bei Hellboy immer gut funktioniert.

B.U.A.P.: Menschsein

Weiter geht es mit 3 Geschichten. Die ersten hört auf den Namen „Der Toten gedenken“. Hellboy will das Professor Buttenholm die kleine Elizabeth Sherman mal unter Menschen lässt. Und so bekommt sie ihren ersten Auftrag bei Pater Yafides in Massachusetts.

Ein Geist und Hexenmorde inklusive. Liz sucht nach ihrem Platz und kann ihre Kräfte noch nicht kontrollieren. Teddy – ein Junge aus der Gegend – erzählt sie ihre Geschichte und so gehen beide auf die Jagd nach dem Geist.

Weiter geht es mit „Verluste“. Abe Sapien und Elizabeth Sherman haben mal wieder einen Job für die B.U.A.P., dabei merken sie, das sie sich das Ganze nicht ausgesucht haben. Dabei reflektieren sie darüber. Abe Sapien kämpft noch mit den Geschehnissen aus Band 1.

Zum Abschluss gibt es das „Mensch sein“. Roger und Hellboy sind in altem Haus. Eine Familientragödie ereignet sich dort. Hellboy beschreibt die Aufgaben als Agent wie folgt:

„So ist das meistens, wenn man B.U.A.P. Agent ist … man ist an schrecklichen Orten und wartet, dass was passiert“

Roger sinniert darüber das er kein Mensch ist und Hellboy verweist ihn hierbei auf seine Hörner. Hier bekommen wir viele Charaktermomente geboten, die viele Personen einen deutlich näher bringen, als jemals zuvor.

B.U.A.P.: Krieg der Frösche

Colorado, B.U.A.P. Hauptquartier im Jahr 2005. Katherine Corrigan übergibt Abe Sapien eine Akte über Cavendish Hall. Es ist ein neuer Fall und Abe bekräftigt das er mit Auslandseinsätzen nichts mehr am Hut. So bekommt Roger den Auftrag und muss gegen 2 Frösche unter Wasser kämpfen. Sie beschützen eine skelettierte Frau.

In weiteren Fällen sehen wir wie weit die Frösche verteilt sind. Sein es eine religionsartige Sekte. Frösche auf Schiffen oder sogar Froschgeister. Agent Ashley Strode wird von Liz nicht nur wahrgenommen sondern sogar geschätzt.

Eine nette Sammlung von Geschichten rund um die Froschplage, die auch hier in diesem Band Sinn machen und vor allem einen Mehrwert bieten. Schließlich hat sich Liz hier vom kleinen Mädchen zu einer taffen Frau entwickelt.

Abe Sapien: Mit dem Teufel ist nicht zu spaßen

Abgeschlossen wird der Band mit dem 2. Trade Paperback von Abe Sapien. Los geht es mit „Der besessene Junge“. Es ist 1982 und ein Auftrag für Abe Sapien ist eingegangen. Ein Junge ist verschwunden, sein Kumpel ist noch da, aber verändert. Was ist mit dem Jungen passiert?

Weiter geht es mit „Die Tiefseeebene“. Mit einem Schiff soll eine Haube aus einem U-Bott geborgen werden. Ist sie magisch oder sogar heilig? Schließlich kommt eine Art Unterwasser-Zombie auf das Schiff und will „seine“ Haube zurück haben.

Zum Abschluss gibt es „Mit dem Teufel ist nicht zu spaßen“. Abe Sapien ist in Maine nicht offiziell im Einsatz. Dennoch schaut er sich ein Haus am See an. Ein tragischer Unfall scheint hier vorgefallen zu sein. Da der Sheriff nicht mehr antwortet, wird auch die B.U.A.P. unruhig. Sie schicken die Agenten Tasso und Hellboy. Ein Tor zur Hölle wurde geschaffen.

Hier muss ich darauf eingehen, wie Hellboy in einem Auto sitzt. So gut. Der Arm aus dem Fenster, das Auto in totaler dysbalance. Unglaublich gut und genau diese Details machen das Hellboy Universum zu etwas besonderem.

Mein Comic Senf

Wie Eingangs erwähnt, war es eigentlich nicht mehr geplant diesen Band zu kaufen und dennoch bin ich froh das ich diese Geschichten nicht nur in einem virtuellen Regal stehen habe. Von den Universums Bänden ist er für mich bisher einer der Stärksten. Das hat viele Gründe.

Fangen wir mit den vielfältigen und gut abgestimmten Geschichten an. Es gibt kleine, aber nicht unwichtige, Hellboy Geschichten in diesem Band. Dann folgt auch schon die guten Geschichten von Lobster Johnson und Abe Sapien. Mit das Beste war die Entwicklung von Liz Sherman. Eine Person die in keinen Band – den ich bisher gelesen habe – so starke Momente hatte.

Wenn man die Menge an Zeichner sieht, denkt man das man hier einen Flickenteppich vorfindet, dem ist aber nicht so. Klar sind einige Zeichenstile anders, aber das macht am Ende nichts aus. Ganz im Gegenteil, man verliebt sich immer wieder neu in einen Stil und weiß ihn zu schätzen.

In einer „normalen“ Welt würde ich hier sagen: kauft euch das Teil! Für 50 – der original Preis – bekommt hier viel und sehr gutes Geboten. Leider ist dieser Band vergriffen und nur selten – dann natürlich zu Mondpreisen – erhältlich. Vorher habe ich die 100 € etwas angezweifelt, nachdem lesen empfand ich jeden Cent als gerechtfertigt. Zur Not lest die Geschichten digital, sonst verpasst ihr was!

Meine letzten Worte:

Tiefe und Qualität

Zu anderen Hellboy Comics:

Kompendium:
1 | 2 | 3 | 4
Geschichten aus dem Hellboy Universum:
1 | 2 | 3 | 4
Geschichten aus dem Hellboy Universum: Die Froschplage
1 | 2

Review – COMIC DES MONATS: April 2020

  • 9/10
    Story - 9/10
  • 8/10
    Zeichnung - 8/10
  • 8/10
    Einsteigerfreundlich - 8/10
  • 9/10
    Gesamteindruck - 9/10
8.5/10

Geschichten aus dem Hellboy-Universum II

Erscheinungsdatum: 29.05.2013
Format: Hardcover
Seiten: 600
Autoren: Mike Mignola, John Arcudi, Scott Allie
Zeichner: Tonci Zonjic, Richard Corben, Karl Moline, Guy Davies, Andy Owens, Jo Chen, Herb Trimpe, John Severin, Peter Snejbjerg, Patric Reynolds, James Harren
Stories: Lobster Johnson: The Burning Hand 1-5, Hellboy: House of The Living Dead, Hellboy: Being Human, B.P.R.D.: War on Frogs 1-4, Abe Sapien: The Haunted Boy 1, Abe Sapien: The Abyssal Plain 1-2, Abe Sapien: The Devil Does Not Jest 1-2
Preis: 50 €

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